imTalk 50 - mit Lars von Lackum
Shownotes
- Warum Lars von Lackum vor der Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen warnt
- Weshalb mehr Regulierung aus seiner Sicht die Wohnungskrise verschärft
- Warum Deutschland wieder einfacher und günstiger bauen muss
- Gebäudetyp E, Baustandards und die Kosten des Neubaus
- Die Zukunft des bezahlbaren Wohnens
- KI im Management: Chancen, Risiken und der „Human in the Loop“
- Warum die LEG jährlich rund 400 Millionen Euro in Deutschland investiert
- Ist die LEG-Aktie unterbewertet?
- Führung in Krisenzeiten und warum Nähe zu den Menschen entscheidend ist
- Geopolitik, Kapitalmarkt und die Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft
Besonders prägnante Aussagen aus dem Gespräch
- „Wenn wir in die Vergesellschaftung gehen, dann haben wir keine soziale Marktwirtschaft mehr in Deutschland.“
- „Das Problem, das Sie eigentlich lösen wollten, befördern Sie durch weitere Regulierung.“
- „Wir müssen Abschied nehmen von den hohen energetischen Standards für den Neubau.“
- „Wir müssen wieder an Bezahlbarkeit denken.“
Transkript anzeigen
00:00:00: In diesem Markt, wir erinnern uns noch mal schnell zurück.
00:00:03: Deutschland ist fertig gebaut!
00:00:06: Ja jetzt die Wohnungskrise.
00:00:09: Was wichtig ist glaube ich... Wir müssen uns ein bisschen immer trennen von dem was sich gut verkauft als Schlagzeile und dem was wirklich isst.
00:00:20: Wenn wir in die Vergesellschaftung gehen, dann haben wir keine soziale Marktwirtschaft mehr im Deutschland.
00:00:27: Schon gar nicht wenn sie nicht bereit sind den Verkehrswert zu entgelten!
00:00:32: Wir müssen weg von diesen zahlenbasierten Rationalen.
00:00:37: Wir müssen den Menschen deutlich machen was ist denn die Alternative dazu?
00:00:42: Dass ihr als Neue Anders als in früheren Jahren mit euren Fähigkeiten denjenigen, die das Geschäft schon lange, lange machen.
00:00:52: Nicht nur zuhören müsst sondern die müssen euch auch zuhörn und ihr könnt da ganz viel beibringen und nicht nur beigebracht bekommen.
00:01:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von im Talk dem Podcast von Eubilimanager.
00:01:05: mein Name ist André Barth ich bin Chef Reaktor des Magazins Ja, und heute habe ich die große Ehre mit Lars von Lackum zu sprechen.
00:01:11: Lars von Lakum zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Wohnungswirtschaft.
00:01:15: als Vorstandsvorsitzender der LEG verantwortet er eines der größten Wohnungsunternehmen Deutschlands und begleitet die Branche seit vielen Jahren durch tiefgreifende Veränderungen – von Erzinswände über die Energietransformation bis hin zu den Herausforderungen bezahlbaren Wohnens.
00:01:36: In dieser Podcastfolge sprechen wir über die Zukunft der Wohnungswirtschaft.
00:01:40: Wie entwickelt sich der Wohnmarkt in kommenden Jahren?
00:01:42: Welche Investitionen sind trotz hoher Regulierung und steigende Anforderungen auch wirtschaftlich, wie lassen sich Klimaschutz, Neubau und bezahlbare Mieten miteinander vereinbaren?
00:01:51: Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören!
00:01:54: Herr von Lackum, wenn Sie morgens die Nachrichten öffnen schauen sie zuerst auf die Politik die Kapitalmärkte oder die Wohnungswirtschaft.
00:02:02: Als erstes im Augenblick auf die Geopolitik weil nach den Erfahrungen die wir hatten aus der Ukraine-Krise die sich ja doch sehr tief eingebrannt haben also das Kriegs in der Ukraine, die Störung der Lieferketten, die erhöhten Energiepreise und dann die Transmission In den Zinsmarkt ist das natürlich etwas, was einen im Augenblick auch nachts schlecht scharfen lässt.
00:02:25: Wenn man darüber nachdenkt, was durch die Sperrung der Straße von Homus unter Umständen noch an weiteren Irrungen und Wirrungen passieren kann rund um höhere Energiepreise und damit auch steigende Zinsen.
00:02:36: Wie habe ich mir das eigentlich praktisch vorzustellen?
00:02:38: Ruf dann die Bundesregierung ansagt abruppbar als Krieg.
00:02:40: da kommen jetzt ganz viele Flüchtlinge.
00:02:41: ja vom Lackum haben sie noch ein paar Wohnungen frei.
00:02:43: oder wie funktioniert so?
00:02:44: was
00:02:45: also wenn das zuläuft bei der Ukraine dann läuft Leider doch ganz anders, dann rufen glaube ich eher wir bei der Bundesregierung an und sagen da kommen ganz viele.
00:02:55: Sollen wir nicht vielleicht doch einmal konzentriert miteinander telefonieren?
00:02:59: Ich glaub' da ist man wechselseitig aufeinander angewiesen.
00:03:01: ja Politik funktioniert immer nur so gut wie diejenigen die mit ihr zusammenarbeiten und umgekehrt.
00:03:07: Und wenn es so wäre in der Ukraine dann wär's halt umgekehrt.
00:03:11: Im Augenblick glaube ich müssen jetzt noch nicht auf größere Flüchtlingsströme einstellen.
00:03:16: Sie kommen aus dem Ruhrgebiet, sie sind Duisburger Jung.
00:03:18: Welche Eigenschaft aus dieser Region trägt sie bis heute eigentlich so am stärksten?
00:03:22: Das ist dass man tatsächlich Integration kennt aus den Kindergarten und auch davor.
00:03:29: ja das heißt Kinder mit anderen Vornamen oder anderen Nachnamen egal ob nun Polentürken Araber egal Die sind Bestandteil deines Lebens gewesen und die sind auch Bestandteile deines Freundeskreises.
00:03:46: Das heißt, das ist etwas was man glaube ich im Ruhrgebiet bewundern kann.
00:03:51: mit welcher sehr starken Integrationsfähigkeit eine solche Region ausgestattet war prägt ein und auch der anderen Seite so ein bisschen Leidensfähigkeit mit den Osnabrücker auf Menschen aus Duisburg herabschauen.
00:04:11: Ja, aber das ist man gewöhnt.
00:04:13: ja wenn man im Dunstkreis von Düsseldorvern groß geworden ist.
00:04:17: Man ist halt immer der aus der hässlichen Stadt und so hässlich is es da gar nicht.
00:04:21: also deswegen nochmal eine Lanze brechen die wer sechs Seen nicht kennt und noch mal einen Wochenende Zeit hat ist ihn ausflugwert.
00:04:28: Was hat sie in den vergangenen zwölf Monaten mehr überrascht?
00:04:31: Die Entwicklung der Immobilienmärkte oder doch die Entwicklung der Politik.
00:04:34: Also, Politik ist Wundertüte und die Immobilie-Märkte folgen natürlich bei Veränderungen der Politik auch diesen Entwicklungen.
00:04:43: Und das ist etwas was wir natürlich sehr stark spüren sowohl auf dem Immobiliemarkt aber auch an der eigenen Aktie.
00:04:49: ich bin mir sicher Sie werden mir die Fragen nach dem Aktienkurs nicht ersparen.
00:04:55: Ja, wahrscheinlich wird die schon noch kommen.
00:04:57: Schauen wir mal wie die Zeit vorangeht.
00:05:00: Ich wollte aber erstens mit Ihnen über Führung sprechen und ein bisschen darüber, wie so Ihr Blick auf Führungen sich auch in den turbulenten Zeiten der Immobilienmärkte sich vielleicht auch verändert hat?
00:05:09: Ja also ich glaube wichtig ist und wir haben da eben drüber gesprochen was macht zum Duisburger aus!
00:05:15: Ich glaub dass du nah am Menschen bist ja Und das ist ein Führungsthema, dass brauchste immer.
00:05:22: Egal ob es nach vorne geht oder ob du im Verteidigungsmodus bist.
00:05:27: Es ist wichtig, dass die Menschen spüren, dass du für sie brennst und dass es dir nicht egal ist mit wie vielen Menschen durch die Krise kommst.
00:05:37: Deswegen glaube ich... war das bei der Corona-Krise nicht anders als jetzt im Augenblick, weil die Immobilienpreiskrise, die wir ja schon mal hinter uns wenden und vielleicht nochmal wieder aufersteht.
00:05:48: Aber das ist etwas was glaube ich ganz wichtig ist diese Glaubhaftigkeit an den Menschen mit denen man zusammenarbeitet zu hängen gleichzeitig dieses ganze KI-Gedöns, was noch zusätzlich dazu kommt Herr Eberhardt.
00:06:02: Das verlangt einfach eine unfassbare Lernbereitschaft, Neugier und Veränderung zu Wille.
00:06:09: Und da sind wir nun mal evolutionsbiologisch nicht ganz so drauf ausgerichtet ja?
00:06:14: Wir sparen halt am liebsten Energie in dem wir immer das was wir gestern gemacht haben heute nochmal machen.
00:06:19: Das ist für einen selber anstrengend!
00:06:22: Da ist aber noch viel anstrender wenn der anderen sagen muss dass sie auch unfassbar veränderungsbreit sein müssen denn da gibt es Menschen die das lieben die Bewahrer und der aktuellen Ist-Situation sind.
00:06:36: Und das zu überbrücken, das ist glaube ich etwas was stärker im Augenblick im Rahmen von Führung in von Bedeutung ist.
00:06:45: Wie hat sie die Nachricht dass die Entropic ja gesagt hat Die stecken hinter Claude gesagt hat so wir müssen mal auf die Bremse treten beim Thema KI.
00:06:53: Nehmen Sie sowas mit ihnen ein alltägliches Geschäft.
00:06:55: Also ich finde, das Wichtigste Herr Eberhardt, da ich ein unfassbar neugieriger Mensch bin, versuche ich all diesen Dingen gerecht zu werden.
00:07:04: Deswegen nutze ich jetzt natürlich auch FAP-Five, ja?
00:07:07: Das neue Modell was das runtergestripte Mythos ist und man ist fasziniert.
00:07:12: Ja also endlich überträgt es auch die Kalendereinträge, die man dort produziert richtig in den Kalender und so.
00:07:18: Das ist schon ein unfastbar mächtiges Tool!
00:07:21: Gleichzeitig darf ich Ihnen ein sehr lustiges Thema mitgeben.
00:07:26: Ich habe versucht, als die Hauptversammlungen unserer Wettbewerbsunternehmen stattgefunden haben immer nachmittags dann schon zu sagen Sachen mir doch mal wie war denn das Ergebnis der Hauptversamlungsabstimmung?
00:07:37: und da hat die KI obwohl ich in den Einstellungen gesagt hatte du darf nicht hallucinieren vollständige Ergebnisse mit vollständig gebrainstormten Quoten mir gezeigt Und sogar Vergleiche zu unseren angeblich schon abgelaufenen HV, die waren noch gar nicht abgelauft und stattgefunden.
00:07:57: Vergleicher!
00:07:58: Also auch da zeigt sich ein gesunder Skeptizismus egal wie groß das Modell ist was man nutzt.
00:08:05: Das war in dem Fall dann auch tatsächlich opus.
00:08:10: Den braucht es weiterhin.
00:08:11: also der Human In The Loop ja wie man so gerne sagt zumindest aus eigener Lange Erfahrung den braucht.
00:08:20: Trotzdem gelten sie ja ein bisschen auch als Zahlenmensch.
00:08:22: Wann kommt das der Bauchmensch von Lackung quasi um die Ecke mit welchen Entscheidungen?
00:08:27: Das ist das Schöne, wenn man Massie F.O.
00:08:29: war!
00:08:29: Das wird man nie mehr los diesen Ruch, dann ist man auch noch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.
00:08:34: also nur weil ich Zahlen addieren kann heißt es nicht dass nicht ganz viele Entscheidungen tatsächlich darauf basieren, dass man ein gesundes Bauchgefühl hat.
00:08:45: Ich bin halt auch ein Mensch ist ein gefühltes Sentiment häufig entweder der Ersteinschätzung, aber auch vielleicht der Treiber für die letzte Einschätzung.
00:08:58: Weil leider zahlen ja auch nur das Wiedergeben was sie vorher an Parametern gebildet haben und doch die Eintrittswahrscheinlichkeit für das Szenario A B oder C tatsächlich zwanzig dreißigundfünfzig Prozent ist oder eine andere Verteilung ist halt doch immer liegt im Auge des Betrachters, deswegen glaube ich darf man das nicht absolutieren.
00:09:18: und letztlich.
00:09:19: Ist das Bauchgefühl ein starkes was man braucht für meine Hinterentscheidung?
00:09:23: Lassen uns ein bisschen über den Wohnungsmarkt sprechen dass es schließlich so ein bisschen ihr Stecken fährt.
00:09:27: Man hat so das Gefühl als Außenstehender der sich natürlich auch viel damit beschäftigt.
00:09:32: Das ist ein bisschen schizofrien.
00:09:33: man hört ganz viele Zahlen von Neubauzahlen die irgendwo zwischen zwei Hunderttausend und wir brauchen eigentlich eine Million.
00:09:39: Da gibt es ja auch Professorinnen, die mit solchen Zahlen um die Ecke kommen.
00:09:42: Gleichzeitig brauchen wir mehr bezahlbaren Wohnraum?
00:09:45: Was ist das überhaupt?
00:09:46: Wo brauchen wir denn überhaupt?
00:09:47: Sie sind das Unternehmen mit den meisten sozialen Wohnungen in Deutschland.
00:09:51: Wie sehen sie dieses ganze Konglomerat aus?
00:09:54: Wohnungsmarkt und die Betrachtung, die auch die Politik darauf hat?
00:09:58: wie ist da so ihre Meinung?
00:10:00: Das Risikoreiche ist, dass unser Markt nicht anders ist als andere Märkte.
00:10:06: Die bilden gerne Narrative!
00:10:08: Ja jetzt haben wir eben festgestellt Herr Iberhardt wie lange wir uns schon kennen ja also Jahrzehnte geradezu auch wenn wir es nicht regelmäßig sehen.
00:10:16: aber in diesem in diesem Markt.
00:10:18: wir erinnern uns noch mal schnell zurück Deutschland ist fertig gebaut.
00:10:23: Jetzt die Wohnungskrise Was wichtig ist, glaube ich wir müssen uns ein bisschen immer trennen von dem was sich gut verkauft als Schlagzeile und dem was wirklich isst.
00:10:36: Was wirklich ist ja dass wir einen sehr heterogenen Wohnungsmarkt haben auch in Deutschland.
00:10:42: es will niemand hören das wir in Sachsen-Anhalt weiterhin große Teile haben wo du weiterhin eigentlich Abrissprogramme bräuchtes.
00:10:51: die sind uns ja auch nicht unbekannt.
00:10:54: Ja, weil da Bestände stehen die wirst du in deinem ganzen Leben wahrscheinlich nicht mehr brauchen.
00:10:59: Umgekehrt ein glaube ich auch eine Milchmädchenrechnung dass wenn man weitere Zuwandungen und wachsende Städte hat so wie in Berlin in Köln in Düsseldorf dann wird man der aktuellen Wohnungssituation bei steigenden Haushaltszahlen nicht gerecht Wenn man nicht zubaut.
00:11:19: ja also es gibt Da glaube ich mehr Differenzierung in den Bildern, auch wenn natürlich das Verengen auf eine einzige Schlagzeile etwas ist.
00:11:28: Was sich besser verkauft und vielleicht auch manchmal scheinbar mehr Transparenz schafft.
00:11:34: zu einer aktuellen Marktsituation?
00:11:36: Das heißt doch mal die nächste Frage nämlich die Frage nach wo stehen wir zwischen Wohnraummangel Neubaukrise oder steigenden Mieten würden Sie sagen müsste man auf die einzelne Märkte schauen.
00:11:46: So ist es also.
00:11:46: ich glaube wir müssen die Ehrlichkeit haben dass Deutschland natürlich ob seiner Größe auch ein sehr differenzierter Markt ist.
00:11:55: Und wir als LEG sind ja tatsächlich nicht nur in den Top-Siebenstandorten unterwegs, wo die jedem Wohnung nach wenigen Tagen wieder neu vermietet hat.
00:12:05: Wir sind auch in Marken unterwegs wo tatsächlich der Wohnraummangel deutlich geringer ist.
00:12:11: Ja?
00:12:12: Wir sind in Gelsenkirchen und haben in Mahl also ganz viel im nordlichen Ruhrgebiet auch unterwegs und da musste es dem Mieter weiterhin schön machen damit ihr die Bude verkaufte oder auch vermietet bekommen.
00:12:23: Und das ist etwas, was glaube ich untergeht.
00:12:27: und was auch untergeht ist nicht jeder Mieter hat das gleiche verlangen.
00:12:33: Ich versuche es sehr deutlich zu machen indem ich sage zwei Drittel unserer Miete zum Beispiel fragt zunächst einmal nach dem Preis Leistungsverhältnis und dann gibt es die nächste Frage nach gibt es einen Freisitz?
00:12:45: Dann gibt es viele weitere Ausstättungsmerkmale.
00:12:50: So auf Platz zehn bis fünfzehn kommt die Frage nach, wie sieht eigentlich die energetische Qualität des Gebäudes aus?
00:12:57: Und diese Differenzierung so wie wir unterschiedliche Produkte am Markt haben bei Butter Eier Käse bis zu Autos.
00:13:07: So ist das halt auch bei uns.
00:13:08: ja es gibt sehr unterschiedlichen Bedarfe und deswegen sehr unterschiedliche Produktqualitäten in unseren Märkten.
00:13:15: Wenn sie nach Berlin schauen und Sie dürfen einen Appell richten, was versteht die?
00:13:21: Was wird politisch oft von Wohnungsunternehmen falsch verstanden.
00:13:26: Also das erste glaube ich ist... Und das müssen wir einmal gesagt haben obwohl wir genau null Einheiten in Berlin haben.
00:13:32: mehr Eberhardt wenn wir in die Verseltschaft umgehen dann haben wir keine soziale Marktwirtschaft mehr im Deutschland ja schon gar nicht wenn sie nicht bereit sind den Verkehrswert zu entgelten.
00:13:44: Ja, und diese Ansteckungswirkung darüber hinaus wird dramatisch sein.
00:13:50: Weil das letztlich natürlich auch darin enden wird dass der deutsche Staat nur noch zum massiven Risiko aufschlägen seine Schatzanleihen wird emittieren können weil kein internationaler Anleger mehr darauf bauen kann dass er hinter seinem Geld also dem Staat geliehen hat auch tatsächlich zu hundert Prozent wiederbekommt.
00:14:07: Also das ist glaube ich Punkt eins und das muss man leider im Augenblick wieder an den Anfang eines solchen Podcasts stellen.
00:14:13: Ich hätte es auch nicht für möglich gehalten, denn welche Stadt kann besser beurteilen was passiert bei Verstaatlichung und Wohnungsbeständen als Berlin?
00:14:21: Die glaube ich nach der Teilung gesehen haben die unterschiedliche Wohnungs bestände sehen er aussehen können wie viele Milliarden es braucht solche Fehler zu bereinigen.
00:14:30: eine zweite teil ist Gibt es irgendein Land auf dieser Erde, das eine höhere Schutzwirkung entfaltet hat aus dem Mietrecht für Mieter?
00:14:43: Ich kenne keins.
00:14:43: Nennen Sie mir gerne eins Herr Eberhardt.
00:14:45: Sie sprechen mit viel mehr Menschen wahrscheinlich als ich.
00:14:49: Ich kenn nur niemanden der mir das sagen würde.
00:14:51: Ja, ich glaube dass wir in einer Situation gekommen sind ähnlich wie wir das ja beim Baurecht auch hatten die nun so fein ziviliert alles schützt dass eigentlich der Schutzcharakter gar nicht mehr eintritt, sondern es tritt etwas viel Schlimmeres ein.
00:15:07: Sie haben gar keine Attraktivität mehr für privates Kapital.
00:15:11: Das wird nicht mehr investiert.
00:15:12: wenn kein privates kapital dazukommt können sie nicht mehr bauen.
00:15:15: das heißt das Problem was ihr eigentlich mal lösen wollt nämlich ist kommen zu sprunghaft steigenden Mieten.
00:15:21: das befördern sie durch die weitere Regulierung und Natürlich wird einem dann entgegen gehalten, ja du als Immobilien-High ist doch wohl klar dass Du für höhere Mieten bist.
00:15:32: Denn du willst natürlich nur mehr Euros haben das du die dann ausschütten kannst an deine Aktionäre An der Stelle ihr wart.
00:15:41: sie entschuldigen für die lange Antwort aber ich muss noch einen Satz schnell sagen wir schütteln circa zweihundert Millionen aus Aber wir reinvestieren vierhundert Million.
00:15:50: Also wenn es jemanden gibt, der wirklich an Deutschland glaubt.
00:15:53: Dann sind es deutsche Immobilienunternehmen weil die investieren ihr Geld in Deutschland und ich finde knapp eine halbe Milliarde pro Jahr zu investieren in Deutschland ist mehr als das was es damals gab an Initiative Invest in Germany oder so wie gesagt haben wir investieren jetzt fünfzehn Milliarden zusätzlich.
00:16:12: Ich weiß nicht, ich habe davon noch nicht viel gesehen aber wir investiren pro Jahr vierhundert Millionen in Deutschland, in Deutsche Wohnimmobilien bestellen.
00:16:19: Damit haben Sie gleichzeitig schon meine nächste Frage beantwortet, nämlich es gibt ja immer wieder diese Enteignungsdebatte und dass die AG vielleicht die schlechteste Form ist um das Grundbedürfnis an Wohnen zu befriedigen.
00:16:31: Das haben sie gerade entgegnet.
00:16:32: oder würden Sie denn da noch was ergänzen wollen?
00:16:34: Oh,
00:16:34: es gibt immer noch etwas sehr ergänzend.
00:16:37: Ja so als Duisburger fällt dir immer nur irgendwas ein, was du schon immer mal sagen wolltest.
00:16:40: deswegen entschuldigung eh Bart!
00:16:42: Aber was man danach tragen muss jetzt habe ich ja gar keine Bestände in Berlin.
00:16:48: Ja, warum geht mir trotzdem die Hutsch nur hoch?
00:16:53: Weil ich ja Sohn eines ehemaligen TLG-Geschäftsführers bin.
00:16:59: Das heißt, ich bin tatsächlich im Osten gewesen, da war ich noch so... also in Hauptberuf Sohn und mein Vater war zuständig.
00:17:07: aber wenn man seit dieser Buden gesehen hat dann kann man es einfach nicht verstehen diese Geschichtsvergessenheit.
00:17:16: Wollen wir denn wirklich zurück, wenn du ein knappes Gut hast?
00:17:21: Was ja dann irgendwann passiert ist natürlich... Du brauchst die Allokation von Menschen auf Wohnraum.
00:17:28: Wollen we wirklich eine staatliche Wohnraumverteilungsagentur und nach welchen Kriterien wird denn dann Wohnraum verteilt?
00:17:38: Wir erinnern uns an die wunderbare Geschichte des Angela Merkel in ihrer Jugend, ob mangels an Wohnraum nach Berlin gefahren ist mit einer Bohrmaschine und sich dort eine leer stehenden Wohnung bemächtigt hat.
00:17:51: Denn wenn du mal drin warst, durften sie dich nicht mehr rausschmeißen!
00:17:54: Wollen wir dahin wirklich zurück?
00:17:57: Entschuldigung, hey Bart ich musste das einmal nachtragen weil das tatsächlich etwas ist was einen umtreibt Und dass es ganz unabhängig davon wäre.
00:18:06: doch das Kapital stellt.
00:18:07: Ob der Staat das Kapitel stellt oder ein Privater Der Staat ist an die Grenze der Finanzierungsfähigkeit gekommen.
00:18:15: Das hören Sie regelmäßig, wenn sie mit Bundes-, Landes- oder Kommunalpolitikern sprechen?
00:18:21: Mehr geht nicht!
00:18:22: Und jetzt zu sagen... ...der Staat, der an die Grenze der finanziellen Leistungsfähigkeit gekommen ist, der geht noch hin und bemächtigt sich einen solchen Teil des Kapitalstocks und geschreckt damit das Kapital, was er dringend braucht um das Problem zu lösen.
00:18:39: Welche politischen Maßnahmen würden Sie denn sagen, hätte die größte Hebelwirkung für sie?
00:18:43: Für mehr Wohnraum.
00:18:44: Also ist glaube ich ein Dreiklang wenn wir ehrlich sind und der Dreiklang isst.
00:18:50: Wir brauchen zunächst einmal Ein Abschied nehmen Von den hohen energetischen Standards Die wir beauflagen für Neubau der Ansatz des Normenkontrollrats, von dem ich gar nicht wusste dass er jetzt auch ein Initiativrecht für Gesetzgebung hat.
00:19:10: Aber die Sache zu sagen Mensch wir strippen das jetzt mal runter auf einen Grundprodukt und fangen von da an und dann kann man draufsatteln statt man schafft jetzt den Gebäude Trieb E. Das heißt man hat einen ganz hohen Standard und den strippt man runter.
00:19:26: Den finde ich ja geradezu entwaffnend großartig ganz großartigen Ansatz, um zu mehr und kostengünstigeren Bauern zu kommen.
00:19:37: Das ist glaube ich Teil eins.
00:19:39: Teil zwei ist das Baurecht liegt – und das natürlich zurecht – auf kommunaler Ebene.
00:19:47: Jetzt schaffen wir mit dem neuen Baugesetzbuchnovelle ja den überragenden öffentliche Interesse.
00:19:59: Wir haben das überragende öffentliche Interesse aber schon für Netze, für Verkehr und viele andere Dinge.
00:20:06: Wenn jetzt – und darüber denkt gerade das Umweltministerium nach – ein überragendes öffentliches Interesse für den Schutz von Grünrollen?
00:20:18: Also wenn wir dann hinterher wieder alles zum überragenden öffentlichen Interesse erklären werden wir auch nicht zu einem Ergebnis kommen.
00:20:24: Was wir stattdessen brauchen ist So wie wir in Duisburg jemanden haben, einen mutigen Bürgermeister der halt die Prioritäten für seine Stadt auch entscheiden darf.
00:20:37: Ein bisschen unternehmerischer Ansatz... Achtung!
00:20:39: Ich weiß gar nicht ob das politisch überhaupt geht aber das ist ja auch nicht meine Aufgabe.
00:20:43: Wie wäre es denn wenn er tatsächlich sagen durfte?
00:20:46: Der hört sich seinen Verkehrsflächenplaner an, sein Grünflächen-Planer den Artenschutz verantworten und ich weset nicht was auch immer.
00:20:53: Und ganz zum Schluss sagt er trotzdem Und wir werden trotzdem eine Baugenehmigung aussprechen, weil im Augenblick das kostengünstige Bauern genau diesem Standort mit genau diesen Mix.
00:21:04: Mit genau einer fünfzügigen Tieter und einer dreizügigen Grundschule Das ist was diese Stadt gerade braucht.
00:21:12: also Wir brauchen mehr lokale Entscheidungsfähigkeit und das glaube ich garantiert der Bauturbo auch noch nicht und das wird auch glaube Ich die zweite baugesetzbuch Novelle noch nicht in diesem Umfang vorsehen.
00:21:23: Wie kriegen wir es?
00:21:24: Trotzdem hin, dass man diese populistischen Mittel, die aus Berlin kommen.
00:21:28: Wie kriegt man da so einen guten Mix
00:21:30: hin?
00:21:30: Das ist unfassbar schwierig.
00:21:33: Deswegen bin ich froh, dass ich bei der LEG tätig bin und nicht bundespolitische Verantwortung habe oder auch Landespolitikverantwortung.
00:21:42: in Berlin – in einer Stadt, in der sie so weniger Eigentümer haben!
00:21:48: ist es natürlich unfassbar schwer, Menschen davon zu überzeugen dass nicht noch mehr Regulierung nicht doch zu einem noch besseren Ergebnis führt.
00:21:57: Gleichzeitig wir sprachen über das historische Gedächtnis dieser Stadt.
00:22:03: wenn sie das denn hätte müsste sie natürlich diejenige sein die eigentlich mit voller Werf in eine andere Richtung läuft.
00:22:10: Jetzt kann man das alles bedauern oder sagen, naja ähnlich wie es mir eben nicht gelungen ist voller Begeisterung von dem Runterscribten der Standards und dem neuen Basistandardschreiber zu sprechen.
00:22:23: Wir brauchen ein Narrativ aus unserer Branche.
00:22:28: Wir kommunizieren so wie sie eben schon meinten bei mir verortens zu müssen.
00:22:34: wir müssen weg von diesen Zahlen basierten Rationalen.
00:22:39: Wir müssen den Menschen deutlich machen, was ist denn die Alternative dazu?
00:22:43: Und eine Alternative dafür wäre ja dass wir das Berliner Land in die Lage versetzen mit mehr Geld, mehr Neubau zu machen.
00:22:55: Wie könnten wir das tun indem alle Berliner Landesgesellschaften hingehen würden und ihre Wohnungen privatisieren?
00:23:04: Ja, also da würde die Investitionsbank Berlin für den Eigenkapitalteil, der wahrscheinlich vielen Mietern fehlt, dann entsprechende Garantie abgeben und dann würde die Volksbank oder die Sparkasse in Berlin dann den Fremdkapital teilnehmen.
00:23:19: Und das auf diese Weise generierte Volumen könnte man dann für Neubau nutzen.
00:23:23: Vielleicht ist das ja mal ein Narrativ was Menschen dazu bringt darum nachzudenken ob das nicht vielleicht ein besserer Ansatz wäre.
00:23:31: Ich habe es viel zu kompliziert erklärt, ich sehe schon an Ihren Falten.
00:23:36: Aber das wäre doch mal was wir dem entgegen besetzen oder irgendetwas anderes.
00:23:41: aber ich glaube wir müssen zeigen dass more of the same zu einem noch größeren Problem wird.
00:23:50: Jetzt kommt die Aktienfrage.
00:23:51: Herr von Lackum
00:23:53: Ja gedacht ich längst sie so lange ab bis Sie sich vergessen.
00:23:55: Es tut mir total leid, sie ist hier links auf meinem Bildschirm ganz deutlich zu sehen und ich muss natürlich die Bewertungsfrage stellen.
00:24:03: Sehen Sie deutsche Immobilienaktien bzw ihr Unternehmen eigentlich gerade verbewertet am Aktienmarkt?
00:24:08: Das gut das sind?
00:24:09: geschlossene Frage nein!
00:24:11: Nein.
00:24:12: also Spaß beiseite.
00:24:14: Ich finde natürlich nicht dass wir richtig bewertet sind.
00:24:16: ja weil die Immobilie sind.
00:24:18: zum Fair Value in der Bilanz Ja, jetzt kann man sich so wie immer Papieres geduldig darüber streiten ob das jetzt genau der richtige Wert ist.
00:24:26: Ob ein bisschen höher liegt oder ein bisschen tiefer?
00:24:28: Es ist der nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eine richtig abgeleitete Preis.
00:24:33: und wenn dann den Nettovermögenswert bei hundertdreißig liegt und die Aktie heute ich weiß es gar nicht wo sie liegt zweiundfünfzig dreiundfuffzig vierundfufzig wert ist Dann kann man nirgendwo so billig im Augenblick Sich in deutsche Wohning mobilien einkaufen als über die Aktie der LEG.
00:24:50: Die Aktie ist deutlich unterbewertet und wenn Sie an die Analysten, also wenn sie da drauf schauen ganz viele mit sehr positiven Einschätzung ich glaube wir liegen jetzt bei der mittleren Kurserwartung über achtzig immer noch ja.
00:25:05: das zeigt ja auch dass auch von außen viele Menschen daran glauben dass das nicht ein fairer Wert für die Aktien ist.
00:25:11: Wenn Sie mit Investoren sprechen was erwarten die gerade von Wohnungsunternehmen?
00:25:16: Im Augenblick vor allem, dass man so wie Sie das von der LEG schon lange kennen.
00:25:22: Jeden Euro umdrehen bevor sie ihn ausgeben.
00:25:26: Deswegen steuern ja ein Ticken anders als der eine oder andere nach dem AFFO.
00:25:32: Das heißt jetzt den meisten gar nichts aber ist bisschen sowas wie der Free Cash Flow.
00:25:37: Wir schütten nur das aus was hinten wirklich in der Kasse übriggeblieben ist.
00:25:40: Das war in den fetten Jahren, als wir immer diese Aufwertung hatten gar nicht notwendig.
00:25:44: da konnte man Dividendenausschüttungen auf Fremd finanzieren, dann machen wir seit ein paar Jahren nicht mehr und das ist etwas was sehr gutiert wird.
00:25:53: ja weil die sagen genauso muss es geben und gleichzeitig investieren war halt vierhundert Millionen pro Jahr.
00:26:00: Denn das ist den Investorenweitein wichtig, nicht nur den Bestand in der Qualität zu erhalten sondern natürlich auch die Decarbonisierung bis zwanzig-fünfundvierzig
00:26:09: herzustellen.".
00:26:10: Wie erleben Sie den Kapitalmarkt?
00:26:11: Der war ja mal in der Vergangenheit oft dass man ganz bullish auf deutsche Wohnungen... wie ist es derzeit?
00:26:17: Da muss man zunächst einmal sagen, die waren ganz euphorisch als diese Ausgabenprogramme verkündet wurden Und die Erwartung war, Mensch das wird zu deutlich im Wachstum und jeder verausgabte staatliche Euro zieht dann fünf sechs bis hin zu zehn Euro Privatinvestitionen nach sich.
00:26:37: Das wird ein Investitionsbooster und damit auch ein Konjunktur Booster für Deutschland.
00:26:44: Die Vorausgabe der Mittel so langsam erfolgt und teilweise auch unter Verwendung für die Finanzierung von Mütterrente und anderen konsultiven Maßnahmen hat bei Investoren zu deutliche Ernüchterungen geführt.
00:26:56: Und diese Ernücherung spürt man auch bei der Suche nach Investitionen in Deutschland, Aber und das muss man auch immer sagen, dass liegt nicht nur daran.
00:27:07: Es liegt natürlich auch an geopolitischen Unsicherheiten, nämlich dem Blockieren der Straße von Hormus, der Sorge vor steigenden Energiepreisen und dann ja auch der Sorge dafür, dass wir jetzt weitere Zinserhöhungen sehen.
00:27:20: Das hat ja deutlich dazu geführt, dass jetzt zehn Jahre Swap jetzt deutlich rausgegangen ist und diese Veränderung treffen natürlich parallel den Markt!
00:27:29: Und deswegen sehen wir im Augenblick eine Zurückhaltung von Investoren bei ihrer Überlegungen jetzt zurückzukehren und sich in deutsche Wohnimmobilien Aktien zu stürzen, was sie weiterhin überhaupt nicht davon abhalten sollte.
00:27:41: Wir haben in Deutschland ja kein Kapitalproblem.
00:27:43: Geld ist eigentlich genug da?
00:27:44: Warum sehen wir so wenige auch PPP oder ÖPP-Projekte in Deutschland?
00:27:50: Also tatsächlich muss man dann eine Sekunde drüber nachdenken.
00:27:52: Ich bin da der... also erst muss man überlegen ob die Hypothese es ist genug kapital verhanden glaube ich Teile ich uneingeschränkt.
00:28:01: Die Frage, die sich daran anschließt ist eigentlich die Bereitschaft dem zur Verfügung stehenden Kapital ausreichend Rendite zu geben?
00:28:11: Ist glaube ich etwas womit internationale Investoren sich in Deutschland sehr schwer tun auch und insbesondere ob der Diskussion rund um Enteignungen aber auch rund um Themen wie beispielsweise den Netzausbau wo es ja auch Deckelungen in denen zu verdienen.
00:28:31: Das ist etwas, was man glaube ich nicht unterschätzen darf wenn man tatsächlich an diese ÖPP-Programmen denkt, wenn man dafür Kapital einwirkt?
00:28:39: Ich bin gar kein Fachmann ja.
00:28:40: also vielleicht sollte ich mal kurz sagen, ich versuche jetzt zu brainstormen warum das so ist.
00:28:46: Das könnte etwas sein glaube ich was limitiert.
00:28:49: Ein weiterer Punkt ist glaube ich diese enorme Bürokratisierung von Entscheidungsinhalten in Deutschland, wovon sich internationale Investoren ebenfalls nicht anzogen sondern eher abgeschreckt fühlen.
00:29:07: gebrainstormter antwort ist in mich nicht dran fest.
00:29:09: aber
00:29:10: bevor ich gleich zu meinem roten faden wieder zurück komme habe ich natürlich trotzdem noch mal eine nachfrage bezüglich marktentwicklung.
00:29:16: thema nachhaltigkeit.
00:29:17: man hat ja so ein bisschen das gefühl des rückgrade hintergrund.
00:29:19: mir ist natürlich die regulatorische bedeutung klar und dass sie trotzdem da bleibt quasi in keppx zu investieren.
00:29:26: trotzdem sind sie gerade ein bisschen erleichtert dass es ein bisschen den hintergrund rückt weil ich kann mir natürlich vorstellen bei der durchlichen miete von sieben euro sind nachhaltigkeitsmaßnahmen schwer zu finanzieren.
00:29:34: Ja also wir agieren ja und zwar alle Marktteilnehmer übrigens egal ob sie nun Kapitalmarkt orientiert sind, Genossenschaft organisiert oder kommunale Gesellschaften.
00:29:47: Alle immer in dem gleichen Spannungsfeld.
00:29:49: Wir wollen die Bezahlbarkeit erhalten um attraktiv zu sein für Mieter auch mit kleinen und mittleren Einkommen.
00:30:00: eine Ausschüttungsfähigkeit herstellen.
00:30:02: Das gilt ja nicht nur für Privatunternehmen, der ist ein oder andere kommunale Unternehmen soll auch ab und zu tatsächlich mal was ausschütten.
00:30:09: Und dann gibt es natürlich die Überlegung wie schaffen wir das eigentlich und bringen das in Einklang mit dem Klimaschutz?
00:30:16: Eins liegt auf der Hand, Herr Eberhardt!
00:30:18: Wir müssen schauen dass wir immer die kostengünstigste Maßnahme wählen um den Mieter nicht zu überlasten Und natürlich auch gleichzeitig hinterher doch noch zu einer Rendite zu kommen, die mir überhaupt das Einwerben des dafür notwendigen Kapitals erlaubt.
00:30:35: Das war der Grund weshalb wir nicht hingegangen sind und im Jahr zwanzig-zweiundzwanzig als wir da erstmals unsere ESG Strategie davor stellten haben zu sagen so jetzt machen wir mal für jedes Objekt mit dem heutigen Kenntnisstand schreibe mal auf was wir alles investieren müssten damit wir in Zwanzigfünfundvierzig Klima Nordwahl sind.
00:30:53: Wir haben sehr deutlich gesagt dass einzige etwas helfen kann ist Innovation.
00:30:57: Wir brauchen neue, kostengünstige Lösungen um für alle es hinterher bezahlbar zu machen und zudem gewünschten Ergebnissen zu kommen.
00:31:07: Und Not macht bestimmt bekanntlich erfinderisch ja übrigens auch etwas was Menschen aus dem Ruhrgebiet ausmacht.
00:31:13: die kennen unfassbar viele Sprichworte Ja, neben Glück auf natürlich.
00:31:17: Also Notmachter Finderisch und so ist es ja bei uns auch da hat.
00:31:20: wir versuchen jetzt mit verschiedenen Start-ups irgendwie Lösungen zu finden, die es uns ermöglicht, die Bestände zu dekarbonisieren mit weniger Euros als wir das früher gemacht haben also noch politisch Stole auf die Wände geklebt haben.
00:31:33: Das
00:31:33: wird auf einem guten Weg?
00:31:35: Ja, also zumindest wie wir messen ja als bisher einziges Unternehmen tatsächlich die Ist CO² Verbräuche unserer Bestände Und wir liegen unterhalb der tatsächlich extern zertifizierten Decarbonisierungskurve.
00:31:49: Wir arbeiten da mit dieser Science Space Target Initiative, SBTI, also einen Zungenbrecher und da liegen wir drunter.
00:32:00: Aber es wird jedes Jahr natürlich ein Ticken anspruchsvoller weil die low hanging fruits ja die Trauben haben wir schon abgeerntet Es wird sportlicher und wir arbeiten da an, so ein Blick bis zu zwanzig dreißig haben wollen.
00:32:16: Meinen wir das wenn der ETS-II parallel noch eingeführt wird dass wir das dann schaffen können?
00:32:22: aber es ist auch so man muss sich schon den Kopf zerbrechen.
00:32:26: Absolut, aber Portfolio, wir sprachen gerade schon bisschen darüber.
00:32:28: Sie haben jetzt etwas über haupthundertseitigtausend Wohnungen glaube ich in den letzten Jahren bisschen gewachsen oder stetig gewachsen.
00:32:35: wie sieht die LEG in zehn jahren aus?
00:32:39: Ja, ich würde Ihnen ja voll der Begeisterung gerne sagen.
00:32:44: Ich kann Ihnen auch noch parallel die Zinskurve und auch die DAX-Entwicklung vorhersagen.
00:32:51: Die Intensität der Veränderungen finde ich verbietet im Augenblick eine solche bullische Vorausschau.
00:33:00: Wir wollen, und das glaube ich kann nicht für unser Haus in Anspruch nehmen tatsächlich der attraktivste Vermieter von bezahlbarem Wohnraum in Deutschland sein.
00:33:12: Das ist unser Anspruchsniveau!
00:33:14: Und wie groß das Unternehmen dann sein wird?
00:33:17: Wie es dann aufgestellt sein wird, kann ich Ihnen gerade angesichts von KI Zinsveränderungen und geopolitischen Veränderung im Augenblick leider nicht sagen.
00:33:28: Aber unser Fokus ist Deutschland.
00:33:30: Unbezahlbares Grund
00:33:31: wird sich das Wohnen bis dahin in der Hinsicht verändert haben, dass sie sehr viel mehr Dienstleistung werden anbieten müssen als nur die Wohnung und Anfangszeichen zur Verfügung zu stellen.
00:33:40: Also wir sehen uns im ersten Linie als Vermieter.
00:33:45: ja Wir machen auch Zusatzgeschäft aber als Bündelgeschäft.
00:33:51: Ich komme ja zwischendurch mal ein bisschen Versicherung versucht, da spricht man auch immer von Bündelprodukt und diese Annexprodukte das ist ein Annex.
00:34:01: Als erstes Mal müssen wir überzeugen mit unserer Hauptleistung und Hauptleistungen ist Vermieter.
00:34:07: Und wenn wir da überzeugen können dann wird der Mieter vielleicht auf voller Begeisterung noch sagen übrigens dann kaufe ich deinen Strom und dann kaube ich dein Ich-Wee sind nicht was deine Telekommunikationsdienstleistung.
00:34:18: Aber wenn ich im Hauptprodukt nicht überzeuge, ist alles andere schallendrauch.
00:34:23: Deswegen wir sind in erster Linie Vermieter und in zweiter Linie geben wir und bieten weitere Dienstleistungen.
00:34:29: Wie verändert sich ihr Portfolio derzeit?
00:34:32: Wenn ich so an Demografiedenke oder auch an ihre Strategie wachsen oder optimieren wie ist Ihr zukünftiger Plan da?
00:34:40: also Wir fokussieren weiterhin vor allem auf Eine Kategorie an Mietern nämlich diejenigen mit dem kleinen Geldbeutel und es ist egal, ob das der Student isst.
00:34:52: Ob dass derjenige ist.
00:34:54: sein erster Arbeitsplatz Antritt in der Ausbildung ist jemand der arbeitet oder aber auch hinterher in der Pension ist.
00:35:03: wir brauchen Produkte für alle diese Menschen fokussieren für alle diesen Menschen passen und auf dieser Gruppe fokusieren wir uns.
00:35:13: so haben wir uns aufgestellt.
00:35:15: Gibt es Regionen in Ihrem Gebiet, wo Sie sagen da ist noch sehr viel mehr Potenzial?
00:35:21: Da würde ich sehr viel investieren wollen?
00:35:23: Also wenn man Nordrhein-Westfalen ist und dort achtzig Prozent seines Bestandes hat dann schlägt natürlich das Herz immer für Nordrheinwestfalen.
00:35:33: aber wir fühlen uns inzwischen ja auch in weiteren Ländern wohl.
00:35:36: Das fängt im Schleswig-Holstein an und hört dem Baden-Württemberg auf was wir uns nicht vorstellen können Ostdeutschland.
00:35:44: Die Bestände sind deutlich anders, die Ansprüche der Mieter dort sind auch ein Ticken anders so dass wir gesagt haben das ist nicht unser Markt und deswegen ist auch Detail den wir da jetzt im letzten Jahr zugekauft haben etwas was wird derzeit wieder in den Verkauf gebracht haben und auch abverkaufen werden.
00:36:01: also unser Fokus ist Westdeutschen.
00:36:03: Ich frag deswegen, weil ja der Herr Saale den kennt sie wahrscheinlich auch ganz gut hier in Gräven sitzt um die Ecke.
00:36:09: Der ja für bezahlbares Wohnen sehr bekannt ist sich das auf die Fahnen zu schreiben.
00:36:13: Deswegen war da die Frage ob Sie quasi... Ob ich sie mal im Bührentreffel zum Beispiel oder in Reine?
00:36:20: Sie werden es kaum glauben, wir haben sogar Bestände in Ibbenbüren.
00:36:23: Ja und deswegen den Friedrich mag ich auch sehr!
00:36:25: Ich finde der macht ein ganz tolles Geschäft.
00:36:27: also es gibt auch Unternehmen in unserer Branche mit denen man unfassbar gerne zusammen arbeitet und er gehört auf jeden Fall dazu.
00:36:36: Lassen uns noch bisschen über die Dekade des, über die vermeintliche Dekate des Wohnens sprechen, die ja mal ausgeleuchtet wurde und dann ja irgendwann kamen als denn die Zinsen so niedrig wurden.
00:36:46: wo sehen sie eigentlich so die größten Chancen für die Wohnungswirtschaft in den nächsten zehn Jahren?
00:36:49: Also ich glaube, dass die Chance weiterhin darin besteht den das von uns angeboten Produkt optimal zu verwalten.
00:36:59: Ja und da können wir weiter zulegen.
00:37:04: ja Ich finde, dass Die Kolleginnen und Kollegen die zweitausend mit ihnen hier täglich zusammenarbeiten dürfen einen bombenden Job machen aber klappt bei uns alles?
00:37:13: also sind Zum Beispiel verläuft jede Rohleitungssanierung bei uns.
00:37:19: Ist das wie am Schmürchen?
00:37:21: Leider noch nicht, weil Irrungen und Wirrungen rund um den Gebäudekörper aber auch in der Zusammenarbeit mit Mietern immer wieder Herausforderung bilden die wir noch nicht optimal abdecken.
00:37:33: Da glaube ich können wir weiterhin besser werden und da arbeitet also jetzt hört sich so anders, ob ich hier alleine mache.
00:37:41: Also ich habe zwei wunderbare Kollegen mit der Kathrin Kühlingen die ja den Finanzvorstand macht und den Volker Wiegel, der das operative Geschäft liebt und immer mit beiden Händchen und aufgekremmelten Ärmeln mittendrin ist.
00:37:55: Da glaube Ich können wir halt einfach weiter arbeiten.
00:37:57: vor allem der Volker macht einen bomben Job, der dann an den Objekten immer kräftig mitschraubt Und das ist etwas, wo glaube ich in der Zukunft auch weiter besser werden kann.
00:38:07: Drei kleine Fragen habe ich noch und dann sind sie mich los!
00:38:09: Wenn Sie irgendwann mal dieses Geschichtsbuch der LEG aufschlagen... Was?
00:38:14: Welche Überschrift soll da Ihr Kapitel haben?
00:38:16: Sollte ich Ihnen was sagen, Herr Eberhardt?
00:38:18: Das ist ein bisschen das, was ich am Anfang diskutiert habe mit den Kollegen der Unternehmenskommunikationen.
00:38:27: Das war's die nannten CEO Branding.
00:38:30: Ich bin dafür nicht eikel genug, glaube ich.
00:38:33: Das ist etwas was ich tatsächlich nicht möchte.
00:38:37: Ein Unternehmen is nie eine einzelne Person.
00:38:40: Wir alle zusammen sind LEG und wir alle zusammenschreiben diese Geschichte Und zu sagen Boah das hat hinter ihr der Lars von Lackum gemacht.
00:38:55: Also So viel kenne ich mich abends gar nicht selbst belügen und so bin ich auch nicht.
00:38:59: Ja das machen, also ich hab jetzt eben hier meine zwei Kollegen genannt und so machen zweitausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Unternehmen täglich ihr Bestes um erfolgreich zu sein.
00:39:13: Und deswegen ne da gibt kein Kapitel dass nach mir benannt ist und deswegen tue ich mich mit der Frage enorm schwer wir versuchen einfach gut einen Job zu machen.
00:39:23: Welchen Rat würden sich jungen Menschen geben, die jetzt in die Mobilienwirtschaft eintreten wollen?
00:39:27: Das ist eine gute Frage und das ist etwas was ich regelmäßig beantworten muss weil ich mit den Azubis, die bei uns anfangen immer so ne Anfangsrunde habe um die kennenzulernen denen ein bisschen zu sagen.
00:39:40: Was ist LEG?
00:39:42: Was dürfen sie von uns erwarten?
00:39:43: Das, was ich da immer sage ist etwas, das ich glaube hier in unserem Gespräch auch schon gesagt habe, Ebert.
00:39:52: Diese Neugier.
00:39:54: Du brauchst eine unbedingte Neugie für Neues!
00:39:58: Weil sich so viel ändern wird mit dem, was wir derzeit an digitalen Umbrüchen erfahren und an Innovationen die das möglich macht.
00:40:10: Und deswegen seid einfach neugierig und freut euch darauf dass ihr als Neue, anders als in früheren Jahren mit euren Fähigkeiten denjenigen die das Geschäft schon lange machen nicht nur zuhören müsst sondern die müssen euch auch zuhörn und ihr könnt da ganz viel beibringen und nicht nur beigebracht bekommen.
00:40:34: Schön gesagt ja!
00:40:35: Und meine letzte Frage was wünschen Sie sich von Immobilienbranche und der Politik?
00:40:40: Was wünsche ich mir von der Immobilianbranche ist glaube dass wir weiterhin so gut zusammenstehen wie das in den letzten Wochen, Monaten und Jahren wo ich wieder Bestandteil dieser Branche sein darf.
00:40:54: Ich fahre ja ein paar Jährchen weg, wie ich das wieder erlebt habe.
00:41:00: Also diese Branche ist viel näher beieinander als eine andere Branche die auch erlebt haben nämlich die Versicherer von denen man zwar aussagt dass sie so unfassbar liebevoll miteinander umgehen.
00:41:12: da könnte ich aber anderes berichten.
00:41:13: Ich glaube, dass das eine Stärke dieser Branche ist diese Offenheit miteinander auch über neue Ideen zu sprechen darum zu ringen wie man zu guten Ergebnissen kommt und das offen miteinander zu teilen.
00:41:25: Das ist eine unfassbare Stärke und ich hoffe, dass wir uns das erhalten können bei aller Unterschiedlichkeit die wir haben vom Börsenunternehmen der notierten Unternehmen bis hin zur Genossenschaft.
00:41:37: Das finde ich würde mir wünschen, Bei Politik würde ich mir wünschen, dass zurückträt die parteipolitischen Eitelkeiten hinter die Suche nach der richtigen Lösung für die Menschen.
00:41:55: Denn die Sorge, die mich umtreibt ist, dass die politischen Ränder links und rechts mit ihren propagierten einfachen Lösungen – die zu gar keiner Lösung führen by the way!
00:42:12: sich durchsetzen, wenn wir nicht die zugrunde liegenden Probleme in der demokratischen Mitte lösen.
00:42:18: Und diesen Weg, da wünsche ich den demokratischen Parteien der Mitte alles Gute bei und da sollten Sie sich bewusst sein, das stehen glaube ich alle in dieser Branche bei Ihnen.
00:42:32: dabei wollen wir ihnen helfen und dabei kann die Immobilienwirtschaft tatsächlich ein Helfer sagen.
00:42:39: Herr von Lackum vielen Dank für Ihre Zeit!
00:42:41: Herzlichen Dank für das Interview, Herr
00:42:58: Ibad.
Neuer Kommentar