imTalk - CRENET Spezial - Wie Brownfields wieder zu wertvollen Flächen werden

Shownotes

Shownotes In dieser Folge geht es unter anderem um:

  • Warum Brownfields eine große Chance für die Stadtentwicklung sind und neue Flächen auf der grünen Wiese ersetzen können.
  • Weshalb Altlasten nicht automatisch bedeuten, dass eine Fläche wirtschaftlich nicht entwickelt werden kann.
  • Wie Bodenbelastungen, Grundwasser, Bodendenkmäler, Lärmschutz, Nutzungskonzepte und Wirtschaftlichkeit zusammenspielen.
  • Warum Brownfield Entwicklungen trotz aller Beschleunigungsversuche Zeit brauchen und welche Rolle Verwaltung und Politik dabei spielen.
  • Welche Fehler Industrieunternehmen beim Verkauf nicht mehr benötigter Standorte machen und warum Transparenz über vorhandene Risiken entscheidend ist.
  • Warum ein Grundstück nicht einfach mit der Nutzung entwickelt werden sollte, die kurzfristig den höchsten Erlös verspricht. Buchholz fordert stattdessen eine realistische Analyse von Markt, Kommune und langfristiger Nachfrage.
  • Welche Gebäude und Quartiere langfristiger gedacht werden müssen und Drittverwendungsfähigkeit zunehmend über ihren Wert entscheidet.
  • Wie Kommunen, Entwickler und Unternehmen schneller zu gemeinsamen Lösungen kommen können.
  • Warum Buchholz trotz aller Risiken überzeugt ist, dass sich mit professioneller Grundstücksentwicklung weiterhin gutes Geld verdienen lässt.
  • Und warum Brownfield Entwicklung am Ende vor allem eines braucht: mehr Gemeinsamkeit, transparente Kommunikation und Entscheidungen, die auch langfristig tragen.

Zu Gast: Michael Buchholz Geschäftsführer, nerra GmbH

Anselm Elzbrock Vorstand, CRENET Deutschland e.V. Sachverständiger für Boden und Grundwasserverunreinigungen

Moderation: André Eberhard, Chefredakteur immobilienmanager Eine CRENET Spezial Folge des imTalk, dem Podcast des immobilienmanager.

Transkript anzeigen

00:00:00: Muss man unbedingt alle Altlasten beseitigen, nur weil Altlaste verhandelt sind?

00:00:03: Wie geht man mit der Altlast um Speziellen und ist die gebunden oder nicht gebunden hat die Auswirkungen.

00:00:10: Die Verwaltung möchte vielleicht links herum, man selber möchte rechts herum.

00:00:14: Das heißt, man muss gemeinsam Weg finden.

00:00:17: okay wir fahren jetzt gemeinsam geradeaus.

00:00:18: das ist auch ein Prozess den man gemeinsam begleiten muss.

00:00:24: ich glaube schon dass eine Entwicklung etwas länger Zeit braucht weil da wieder gute Arbeit steckt.

00:00:29: Aber also vier, fünf Jahre sollten eigentlich ausreichend sein.

00:00:33: Aus meiner Sicht ist es aber erforderlich dass der Verkäufer bereits seine Risiken unter anderem Boden- und Grundwasserverunreinigungen, Verunreignung der Gebäudesubstanz und ähnliche Dinge schon frühzeitig dokumentiert damit man auch schnell zu einem Ergebnis kommen kann mit einem Käufer oder einem Entwickler.

00:00:56: Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wenn man das richtig macht dann können die Flächen alle erfolgreich entwickelt werden.

00:01:03: Das was auf einem Grundstück entwickelt wird es gibt in Teilen der Markt vor heute.

00:01:09: das muss aber auch im Sparring funktionieren mit dem Markt von morgen und übermorgen weil es gibt nicht immer nur Gewinner bei solchen Projekten Es wird immer auch irgendwelche Verlierer geben in welcher Richtung auch immer.

00:01:24: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Immobile Manager Podcasts.

00:01:27: Diesmal in einer Spezialfolge, die wir zusammen mit Crenet aufgenommen haben!

00:01:32: Meine Gäste diesmal sind Ansem Elsbruck – er ist Vorstand bei Crenett und Michael

00:01:36: Buchholz

00:01:36: von Nera.

00:01:38: Es geht um ein ganz besonderes Thema was besonders in NRW eine große Rolle spielt nämlich das Thema Brownfields Die unterschätzte Ressource der Unternehmens- und Stadtentwicklung.

00:01:47: Viel Spaß beim Zuhören.

00:01:51: Ich darf begrüßen bei mir Anselm Elsbruck und Michael

00:01:54: Buchholz.

00:01:57: Hallo meine Herren, dass Sie bei mir sind im Kreenet Special Podcast.

00:02:02: Guten Morgen!

00:02:03: Mögen sie beide sich vielleicht selbst kurz vorstellen damit unsere Zuhörer wissen was genau Sie machen?

00:02:09: Ja mein Name ist Anselme Elsbruk ich bin Vorstand bei KreenertdeutschlandTV Und im Berufsleben bin ich Sachverständiger für Boden- und Grundwasserverunreinigung, soviel verunreynigte Baustoffe.

00:02:24: Ich bin aber in eines Ingenieurbüroßungs beschäftige mich viel mit Flächenrevitalisierung also auch Bornfields.

00:02:33: Herr Buchholz?

00:02:35: Ja mein Name ist Michael Buchholze.

00:02:36: Ich vertrete als Geschäftsführer die NERA GmbH eine hundertprozentige Tochter der Stadt Duisburg.

00:02:46: drei Projekte in Duisburg, das Projekt Sexten-Wedau, das Technologiequartier und die Duisboardinen.

00:02:52: Also alles ehemalige brachliegende Flächen der Bahn.

00:02:56: Ich bin seit下一 Jahrhundert in dem mobilen Branche unterschiedlichen Stationen tätig ich glaube die längste und bekannteste die Aurelis Real Estate in Duiskburg und habe viele Projektentwicklungen eben auf ehemalligen Brachflächen vollziehen dürfen und war dazu noch mit den Norbert Armand Geschäftsführer in einem Joint Venture mit der Aurelis in Köln, wo wir gemeinsam ein Projekt Kölnerondorf Nordwest betreut haben.

00:03:25: Ja und jetzt bei der Stadt eben verantwortlich für die Flächenentwicklung der Schüsselgrundstücke in Duisburg.

00:03:32: Genau darum soll es nämlich in unserem Gespräch gehen.

00:03:34: Brownfields, die unterschätzte Ressource der Unternehmens- und Stadtentwicklung.

00:03:38: Ich meine Herr Buchholz Sie haben schon angesprochen Ihre Historie allein bei Aurelis zeigt schon dass ihr das Thema schon sehr viel länger beschäftigt.

00:03:46: Was sagt denn so Ihr innerer Kompass?

00:03:48: Welche Bedeutung haben denn gerade Brownfield's in unserer Branche auch beim Thema Stadtentwirkungen?

00:03:54: Persönlich glaube ich dass die brownfields die Chancen sind für Städte eben die Stadt weiterzuentwickeln, eben weg von der grünen Wiese hin zu diesen Brachflächen um sie in einer nachhaltigen Nutzung zu kriegen.

00:04:11: Weil aus der Vergangenheit heraus haben sich Städter immer mehr entwickelt über ihre eigenen Grenzen hinaus und dann sind diese Braunfields in den früher gelegenen Außenbereichen auch in die Innenstadt mit hinein gewachsen.

00:04:29: gute Chance für alle Bereiche, die in einer Stadt bedient werden müssen, eine positive Entwicklung beizutragen.

00:04:40: Ist das eher ein Thema was für die Kommunen wichtiger ist oder kommen auch Unternehmen auf Sie zu mit konkreten Entwicklungen?

00:04:48: Das ist ja eine gute Frage dahin gehend weil Auch Unternehmen haben natürlich Bedarfe, ihre Unternehmesthemen in einer Stadt zu platzieren.

00:05:00: Dafür braucht man entsprechende Gewerbeflächen, wo eben dieses Gewerber den Unternehmen Inhalt auch umsetzen kann darüber hinaus aber auch Büroarbeitsplätze und aber auch das Thema Wohnen.

00:05:12: Das heißt dadurch schafft man natürlich ein Marktangebot was dann natürlich im Markt entsprechend nachgefragt wird.

00:05:21: Und dahin gehend ist es eben ganz wichtig, diese brachschlechte Entwicklung genau in dieser Richtung auch zu entwickeln.

00:05:27: Damit die Nutzer da eben auch externer Natur sich dort platzieren können.

00:05:33: Herr Esbruck warum ist das für Crinet eigentlich so ein spannendes Thema?

00:05:37: Bei Crinett bieten wir Unternehmen eine Plattform, die sich um ihre Unternehmensimmobilien kümmern wollen und insofern Gibt es natürlich auch in der Mitgliedschaft zahlreiche Unternehmen, die Standorte aufgeben aber auch auf der anderen Seite neue Standorte suchen.

00:05:57: Und insofern wollen wir natürlich bei Creenet beiden Seiten eine Plattform bieten wo sie zusammenkommen und sich ausdauschen

00:06:06: können.

00:06:08: Warum ist das Brownfield oder die Brownfield-Entwicklung eigentlich ein Corporate Real Estate Thema?

00:06:13: Ja, auf jeden Fall ist es ein Corporate Real Estate Thema weil die Gewerbe und Industrieunternehmen natürlich Flächen haben.

00:06:23: Die sie aufgegeben haben oder aufgeben möchten und auf der anderen Seite natürlich auch Unternehmen da sind, die neue Standorte brauchen aber auch wie bei der Stadt Duisburg die Städte natürlich bestrebt sind diese Flächen wieder in eine Nutzung zu bringen.

00:06:44: Jetzt kennen wir alle die Diskussionen im Standort Deutschland und die Schwierigkeiten in der Industrie, Herr Buchholz glauben Sie eigentlich dass wir zukünftig noch sehr viel mehr Brownfields sehen werden?

00:06:54: Meiner Meinung nach ja weil wir eben auch durch den technologischen Fortschritt eben nicht mehr die Flächenbedarfe haben in einer Industrie wie sie vielleicht im Ursprung in der Entstehung der industriellen Geschichte bei notwendig waren, weil auch dort ergeben sich viele Änderungen.

00:07:11: Viele Kompensationsmöglichkeiten durch das Thema Technik entteilen aber auch Standortverlagerung.

00:07:18: auf jeden Fall glaube ich definitiv daran dass es mehr dieser Flächen gilt für die Zukunft zu entwickeln, die auch automatisch auf den Markt kommen.

00:07:27: Ich meine Duisbrüche ist ein gutes Beispiel dafür.

00:07:30: eben als industriell geprägte Stratt glaube ich, dass gerade in diesem Bereich extrem viel Potenzial hat.

00:07:37: Jetzt muss man natürlich immer auch die Balance, dann waren auch... Man kann nicht ganz viele Grundstücke auf den Markt bringen nur weil man sie hat.

00:07:46: Weil das bedeutet nicht gleichzeitig auch, dass der Markt auch gleichzeitig diese Grundstücke alle absorbiert.

00:07:52: Man muss schon einen entsprechenden Plan und eine Idee haben.

00:07:55: Muss das über ein sehr langfristigen Horizont betrachten?

00:07:59: Nicht alle Prachflächen sind.

00:08:03: vielleicht springt da auch mal eine Grünfläche bei rum, oder was auch immer.

00:08:06: Das muss aber im Gesamtkontext in einer Startentwicklung oder auch der Entwicklung von NRW insgesamt gesehen werden weil wir können in Duisburg meinen Wir sind ja im Mittelpunkt der Erde Nein sind wir aber nicht Weil wir haben noch ganz viele andere Kommune drumherum, die auch Nachfrage generieren.

00:08:23: Das muss eben im Gleichklang funktionieren.

00:08:24: Immer wenn das Thema Brownfield irgendwie redaktionell bei uns auf den Plan kam.

00:08:28: dann war vor allen Dingen das Thema Altlasten, Erschließungen, Bodendenkmäler – das sind ja oftmals auch Flächen, die vielleicht an Stellen sind wo vielleicht gerade kein Wohnraum gebraucht wird, wenn man mal von Wohnraumentwicklung spricht.

00:08:41: Was begegnet Ihnen da typischerweise als alle?

00:08:43: erstes Herr Buchholz?

00:08:44: Was wir als Erstes erstmal begegnete ist bei den Themen Sehr viel Skeptisch von den Teilnehmern, sehr viel Befangenheit.

00:08:53: Sehr viele Themen im Bereich Risiko was alles seine Berechtigung hat und richtig hat.

00:08:57: aber die Frage ist immer dessen wie geht man mit den Themen um?

00:09:00: Wie platziert man sie richtig an der Stelle?

00:09:03: Muss man unbedingt alle Altlasten beseitigen nur weil Altlastem vorhanden sind?

00:09:06: Wie geht mal mit der Altlast in Speziellen um?

00:09:08: Ist die gebunden oder nicht gebunden?

00:09:11: hat die Auswirkungen auch verschiedene?

00:09:13: Wirkungsphase Ja oder nein, kann man eine Fläche auch versiegeln und gewerblich nutzen ohne dass man eben an die Eitlast herangeht.

00:09:22: Wird man zwingenden Handlungsbedarf?

00:09:24: Oder nicht?

00:09:25: wie kann man vielleicht Bodendenkmäler schützen indem man sie einfach im Boden lässt?

00:09:29: Wie findet man Verfahren?

00:09:31: Wie trotzdem Projektentwickler ihre Projekte umsetzen können?

00:09:35: das alles muss man im Kopf haben.

00:09:37: es gibt nie Schwarz- und Weiß sondern es gibt immer auch Mittelwege einem Projektentwickler im möglichen Grundsätzlichen wirtschaftlich dabei zu handeln.

00:09:47: Und das ist ein ganz wichtiger Ansatz bei all den Themen, die Sie gerade angesprochen haben.

00:09:51: Nimm sie mich mal mit in so eine Praxis!

00:09:52: Wenn Sie als NERA kommen und so eine Fläche entwickeln wollen... wie sind so die einzelnen Schritte?

00:09:59: Und damit man auch ein bisschen Klarheit bekommt warum das ja oftmals einfach sehr lange dauert bis so eine fläche entwickelt ist

00:10:04: Erst mal die Brownfields haben natürlich extrem viele unterschiedliche Belastungen.

00:10:10: Ich sag jetzt mal keine Ahnung, die ist zufälligerweise eine ehemalige Bahnfläche und die Bahn hat mit verschiedenen Materialien ihre Züge gereinigt und dabei sind eben verschiedene Stoffe auch in den Boden gekommen.

00:10:26: Da muss man natürlich gucken, sind diese Stoffen gebunden oder nicht gebunden?

00:10:30: Und wie wirken sie sich dann auf den Grundfahrt Grundwasser mit den Boden und zum Mensch.

00:10:37: Das muss man eben im Einzelfall analysieren, wenn man diese Analyseergebnisse hat dann muss man natürlich auch gucken wofür eignet sich die Fläche insgesamt?

00:10:46: in welche Richtung wird die Flächen entwickelt?

00:10:48: Weil eine gewerbliche Nutzung hat natürlich andere oder lässt andere Belastungen zu als es eine wohnwirtschaftliche Nuzung hat.

00:10:57: Dann muss man entsprechende Konzepte entwickeln und sagen okay was kostet mich das den Boden zu entsorgen, welche alternativen Möglichkeiten gibt es mit dem Boden-Uzug gehen.

00:11:07: Kann man den auch in einen Lärmschutzball einbringen oder nicht?

00:11:12: Dann spielen wiederum Lärmschutzgutachten eine Rolle.

00:11:14: also das ist ja manikfaltig an Gutachten die man erstellen muss, die dann einer Symbiose oder einen Zusammenspielen ergeben müssen dass alles funktioniert.

00:11:23: und das sind oftmals viele viele Beteiligten die da zusammen gebracht werden müssen weil diese Themen, inhaltlich alle aufeinander abgestimmt werden müssen.

00:11:34: Die müssen stimmig zueinander sein und dann muss das Ganze auch noch in einer entsprechenden Wirtschaftlichkeitsbrechnung abgestimmt werden.

00:11:41: Dann braucht man dafür noch entsprechende Gelder eben auch von den Gesellschaften.

00:11:45: also unabhängig jetzt ob ich bei der Stadt Duisbrück bin oder weil ja auch Redes sind die gleichen Verfahrenschritte zu tätigen und zu prüfen Man selber, ich hatte es gerade gesagt.

00:11:58: Wir sind nicht dann der Mittelpunkt der Erde und dann müssen wir natürlich auch gucken welche Kapazitäten haben externe Gutachter etc.

00:12:04: Und dann kann tatsächlich bei so einem Konzept und so eine Idee mal eben schnell zwei bis vier Jahre in die Zeit gehen.

00:12:10: Das ist nämlich der Punkt das klingt sehr nach einem bürokratischen Monster mit dem sie sich da natürlich auch beschäftigen müssen.

00:12:15: mein Lieblingsbeispiel ist immer die Münchner Motorwelt die zwölf Jahre Baurechtschaffung hinter sich hatte.

00:12:21: gibt's da eindeutige Stellschrauben wo Sie sich wünschen würden?

00:12:24: Da könnte man eigentlich viel mehr machen in Sachen Bürokratieabbau und Verschnellung der Verfahren?

00:12:30: Das ist eine ganz spannende Frage.

00:12:32: Also ich glaube, irgendein Amerikaner hat das irgendwie in Ostdeutschland gemacht, er hat einfach losgebaut und hat es irgendwie hingekriegt.

00:12:40: Und ich glaube dass wir da noch extrem viel Potenzial haben ja auf jeden Fall.

00:12:46: eine spannende Frage, weil bei einer Landentwicklung an sich spielen ja neben den Parametern die ich gerade dargestellt habe auch Politik und Verwaltung der Rolle.

00:12:59: Die Verwaltung möchte vielleicht links rum man selber möchte rechts rum.

00:13:02: dann das heißt man muss gemeinsam Weg finden.

00:13:06: okay wir fahren jetzt gemeinsam gerade aus.

00:13:07: Das ist auch ein Prozess dem man gemeinsam begleiten muss.

00:13:12: aber dann kommt natürlich noch die Politik.

00:13:14: Ja?

00:13:14: Die Politik möchte gerne A oder B Dann haben Sie ein Thema und dann entscheiden Sie mit der Politik den Weg A, dann kommen sie vielleicht in eine neue Wahlperiode rein.

00:13:26: Und dann entscheidet mir die Politik keiner, dann liegt auch mal so einen Vorhaben schnell zwölf Monate bis sich die Gremien wieder neu gefunden haben.

00:13:34: Im Anschluss daran heißt das noch lange nicht dass es so weiter geht wie man eben auch vorher entschieden hat.

00:13:39: Das heisst wenn man diesen Prozess schon höhere Verbindlichkeit reinkriegen könnte, dass nicht jeder irgendwie die Themen auch wieder übereinanderwirscht.

00:13:49: Wäre das sicherlich ein Vorteil?

00:13:51: Viele Dezernenten bei Städte haben vielleicht auch mal unterschiedliche Zielrichtungen, die auch nicht miteinander korrespondieren, dir im Einklang zu bringen.

00:14:02: Vieles in die Verantwortung der Entwickler zu legen und zu sagen okay wenn du das machst dann hast du ja auch Ahnung, dann bist du dafür verantwortlich.

00:14:14: Das sind so viele Stellschrauben, das ist aber nicht nur eine.

00:14:17: Das sind ganz, ganz viele die sich im Laufe der Zeit irgendwie entwickelt haben weil irgendwie immer mehr mitmischen mussten wollten oder wie auch immer.

00:14:27: Das müsste man ein bisschen tatsächlich runter kriegen.

00:14:31: und dann ich glaube schon dass Entwicklung etwas länger Zeit braucht weil da hätte auch gute Arbeit steckt.

00:14:38: Aber so vier fünf Jahre sollten eigentlich ausreichend sein.

00:14:42: Ich bin Industrieunternehmen und habe Flächen, die ich vermeintlich nicht mehr

00:14:45: brauche.

00:14:46: Die gebe jetzt Ihnen welche typischen Fehler mache ich da?

00:14:49: Also welche typische Fehler machen vermeintliche Eigentümer von Brownfields?

00:14:53: Das kann ich nicht im Detail sagen.

00:14:55: es kommt darauf an wie die verkaufende Gesellschaft organisiert ist.

00:14:58: So hat zum Beispiel Tüssen eine sehr gut aufgestellte Verkaufsabteilung, die natürlich versucht für den Konzern an sich das Ideale heraus zu holen.

00:15:09: Solchen Flächen ist, glaube ich ein wichtiges Thema.

00:15:13: Vorkaufsrechtsatzung auch mit Kommunen.

00:15:16: Wie hat man Einfluss drauf auch an diese Flächen zu kommen?

00:15:18: Weil man muss ja oder man darf nicht verhehlen dass durch die industriellen Nutzungen natürlich auch extrem viele Belastungen in den Böden sind der Grundstückseigentümer im Fertrauff dennoch versuchten optimalen Kaufpreis zu erzielen und derjenige das dann kauft damit wirtschaftlich eben umgehen muss und das es in der heutigen Zeit natürlich extrem schwierig wenn Grundstück aufgrund seiner Belastung eigentlich nur ein Euro wert ist, je Quadratmeter der aber tatsächlich hundert Euro je Quadrantmeter kriegt.

00:15:45: Dann habe ich wirtschaftlich nicht mehr viel Spielraum mit den Belastungen entsprechend inzugehen und das ist glaube ich die Spanne, die man hat.

00:15:53: Man muss die industriellen Unternehmen auch wieder mehr in die Verantwortung nehmen für das was sie auf den Flächen auch gemacht haben dafür auch verantwortlich zu sein.

00:16:01: Das heißt man kann gerne auch einen guten Kaufpreis vereinbaren aber muss immer dann auch hinabzubringen die das Unternehmen eben auch im Vorfeld dort belastet hat.

00:16:11: Ansonsten sind sie eben auch der Kaufpreis getrieben und versuchen, das eben zu optimieren?

00:16:17: Aus meiner Praxis kann ich sagen dass eine Zahl von oder nicht unerhebliche Zahl von Industrieunternehmen die Standorte verkaufen werden ihren Prozess nicht optimal geplant haben.

00:16:29: Das heißt was Herr Buchholz gerade gesagt habe all die Risiken die er Buchholze gerade genannt hat möchten die von Anfang an nicht sehr genau dokumentiert haben.

00:16:41: Aus meiner Sicht ist es aber erforderlich, dass der Verkäufer bereits seine Risiken unter anderem Boden- und Grundwasserverunreinigungen vor Unreinigung der Gebäudesubstanz und ähnliche Dinge schon frühzeitig dokumentiert damit man auch schnell zu einem Ergebnis kommen kann mit einem Käufer oder einem Entwickler, einen potenziellen Entwickler eines solchen Standortes.

00:17:07: Damit die Risiken richtig verteilt werden können und das nicht zu streit kommt.

00:17:13: Bei schlecht vorbereiteten Transaktionen in dieser Art zeigte sich immer wieder die schlechter Die Vorbereitung ist, dass so länger dauert dann auch.

00:17:23: Der Prozess bis dann der Eigentümsübergang geregelt ist und die Risiken richtig verteilt sind.

00:17:30: Es liegt einfach daran, weil es nicht im Fokus der Unternehmen ist?

00:17:32: Und man ist eher als notwendiges Übel betrachtet wahrscheinlich.

00:17:38: Ja,

00:17:38: so sehe ich das.

00:17:39: also von daher da Informationen bereitzustellen, Absolut erforderlich ist, frühzeitig die Risiken darzustellen und alle Bücher offen zu legen über diese Grundstücke.

00:17:53: Über diese Standorte ist essentiell für solche Projekte.

00:17:57: In diesem komplexen Prozess her Ellsbruck?

00:17:59: Wie kann da eigentlich Creenet unterstützen?

00:18:02: Als Creenets sind wir eher eine Kommunikationsplattform.

00:18:06: Wir planen nun für Veranstaltungen durch wo wir Leute zusammenbringen, wo wir Themen ansprechen unter anderem auch Hornfield-Themen wo dann die einzelnen Leute zusammenkommen und sich unterhalten.

00:18:19: Also es sind ja einerseits Mitglieder aus dem Bereich der Unternehmensimmobilien, aber auch zum Beispiel die näherer Oberberauch entsprechende Berater.

00:18:31: Und da tauscht man sich natürlich aus wie solche Dinge zustande kommen und wie man solche Dinge abwickelt.

00:18:38: Das ist glaube ich das was wir bei Creenet gut können wie es immer für die Mitglieder dann ein Mehrwert daraus entsteht.

00:18:48: Herr Buchholzer, nimmst du uns doch noch mal mit in so einem Best-Practice?

00:18:52: Gibt es für Sie so ein Paradebeispiel wo eine scheinbar problematische Fläche am Ende ein Erfolg wurde?

00:18:58: Ich überlege gerade weil ich bin jetzt seit anderthalb Jahren bei der NERA an sich.

00:19:04: Grundstücksentwicklung haben brauchen ihre Zeit und von daher kann ich jetzt da noch nicht über großartige Erfolge sprechen.

00:19:12: Aber ich glaube schon mit den Projektentwicklungen auch in der Vergangenheit, die bleiben Durste mal etwas intensiver.

00:19:19: Mal am Rande aber eben insgesamt durch die Aurelis.

00:19:23: eine gute Quartiersentwicklung ist das Deuzer Feld im Köln wo wir verschiedene Entwicklungen mit der Fachhochschule auch im Hochbau begleiten durften und auch die Malteser Hauptverwaltung installiert haben Das quartier eins in Duisburg Mit Novitas Hochschule mit BNP Paribas Und mit dem Lahnhof Aber auch das Liquidiercentral in Düsseldorf, wo wir der Hochbauentwicklung die Hauptverwaltung vom Handelsblatt machen durften seinerzeit.

00:19:53: Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wenn man das richtig macht und Herr Elzbrock gerade auch schon viele Dinge aufgeführt also muss wissen was im Boden vorhanden ist.

00:20:03: Man muss wissen wie man damit umgeht Wenn man das vernünftig kommuniziert Gewicht bringt, auch mit Umweltthemen und also allgemein grünen Themen.

00:20:16: Dann können die Flächen alle erfolgreich entwickelt werden, weil ansonsten würden wir es nicht tun.

00:20:22: Ansonsten würden wir unseren Unternehmenszweck eben auch in Anführungsstrichen entfremden, weil wir sind natürlich verpflichtet, auch Geld zu verdienen an der Stelle.

00:20:33: Es gab eine ganze Zeit lang... Da sind die Landentwickler wie aus dem Boden geschossen wie sonst was.

00:20:39: Jeder war Weltmarktführer, viele davon sind heute nicht mehr da bedingt auch durch die entsprechende Zins und geopolitische Situation.

00:20:46: insgesamt hat so eine entsprechenden Bereinigung geführt.

00:20:50: Ich selber habe mich auch immer gewundert warum die das alle können.

00:20:55: Naja okay jetzt bin ich mal ganz auf viel übrig geblieben Und die die vernünftig mit den Themen umgehen.

00:20:59: wir sind noch da und die arbeiten auch weiterhin sehr sehr produktiv an den Themen.

00:21:03: Von daher bin ich der Überzeugung, dass in der Grundstücksentwicklung ein sehr gutes Geld verdienen kann.

00:21:07: Mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger, aber in Summe funktioniert es.

00:21:11: Das kann ich so unterschreiben.

00:21:15: und es gibt natürlich

00:21:16: einen

00:21:17: Einstandort, der sicherlich auch zu den erfolgreichen Entwicklungen zählt ist die Phoenix-Fläche in Dortmund, die ja durch NRW Urbahn entwickelt wurde.

00:21:31: Und es gibt zudem natürlich auch Standorte, die wirtschaftlich nicht zu entwickeln sind.

00:21:38: Dafür gibt es aber auch andererseits Lösungen.

00:21:40: zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen gibt es den AAV der ein durch die Industrieunternehmen und das Land eingezahlten Fonds solche Standorte dann auch entwickeln kann.

00:21:54: Also das heißt, es gibt Standorte die wirtschaftlich nichts zu entwickeln sind weil die Belastungen so groß sind.

00:22:01: aber auch dafür gibt es Lösungen.

00:22:03: Hat sich eigentlich die Entwicklung oder der Fokus der Städte bei der Brownfield-Entwicklung ein bisschen verschoben, weil früher haben wir außer jetzt der Phoenixsee oftmals über gewerbliche Themen gesprochen.

00:22:14: Logistik war ein großes Thema bei der Entwicklung von Brownfields.

00:22:17: Jetzt reden wir aber ganz viel über... Wir brauchen mehr Wohnraum, wir brauchen mehr Quartiere wo die Leute sich aufhalten, lebendige Stadtviertel hat sich das Thema bei den Städten dadurch ein bisschen verschoben in der Priorisierung oder in der Entwicklung.

00:22:32: Also ich finde, man muss immer in der Stadt an sich betrachten und auch deren Umfeld entsprechend betrachten.

00:22:38: Und daran angeknüpft muss man dann die entsprechenden Entwicklungen betreiben.

00:22:43: Und da gibt es eben mal mehr Gewerbeflächen, mal entsprechend mehr Wohnraum an dieser Stelle.

00:22:47: Man muss aber auch die sogenannte graue Energie natürlich auch immer betrachte.

00:22:51: Das heißt wir haben auch viel Bestand am Wohnraum, der vielleicht noch saniert werden muss um den auch wieder auf einen vernünftigen Neubau Standard energetisch zu kriegen.

00:23:02: Das sollte man nicht vernachlässigen, weil da steckt auch eine hohe Substanz drin.

00:23:05: Weil natürlich gerade der Neubau auch immer das Thema Klimaschutz betrifft an dieser Stelle und von daher muss man diese Themen immer im Gleichgewicht sehen.

00:23:14: Ich sehe grundsätzlich sehr viel Potenzial in der Allsubstanz also vom Grundsatz her.

00:23:20: Das betriffe aber sowohl Wohnen wie auch Gewerbe und bin ganz ehrlich dass was auf einem Grundstück entwickelt wird Das gibt in Teilen der Markt vor, heute.

00:23:31: Das muss aber auch im Sparring funktionieren mit dem Markt von morgen und übermorgen.

00:23:37: Also spricht der langfristige Gedanke, der muss dahinter sein.

00:23:42: Dann ist ein ganz wichtiger Punkt Drittverwendungsfähigkeit.

00:23:46: Ich muss Gebäude so gestalten dass sie auf Veränderungen im Markt reagieren können.

00:23:51: nur dann kann ich auch gewährleisten das die Dinger lange stehen.

00:23:54: Das ist sicherlich eine komplexe Herausforderung?

00:23:58: Also man kann schon, wenn man Single-Tenant also ein Einmietobjekt macht.

00:24:07: Kann man schon sagen okay ich teile das Objekt jetzt in verschiedene Bereiche auf und tue so als wenn es mehrere nutzen würden hat natürlich wiederum Auswirkungen auf die Technik und die Kosten dahinter.

00:24:18: Auf der einen Seite, auf der anderen Seite spart man sich diese natürlich, wenn der Mieter rausgeht entweder weil der Mietevertrag ausgelaufen ist oder sich vielleicht verkleinern möchte oder sonstiges, man hat immer entsprechend auch Möglichkeiten darauf zu reagieren.

00:24:31: Das geht sowohl im Bereich der Bürovermietung wie aber auch im gewerblichen Bereich und dann kann man eben wenn diese Immobilien in Anführungsstrichen atmen können, kann man dann flexibel auf den Markt reagieren an der Stelle.

00:24:44: Und das ist ein wichtiger Indikator für Marktwerte und Bewertungsansätze und spielt deshalb eine ganz wichtige Rolle.

00:24:52: Trotzdem noch mal die Frage nach der Rolle für die Stadt, weil das Thema, ich habe das Gefühl, das Thema Single Tenant ist so ein bisschen das Schimpfwort geworden in der Branche.

00:24:59: Ja, es scheint so ein kleines Damoclast-Schwert zu sein.

00:25:03: früher war das so das Ding?

00:25:04: Ich baue eine große Büro wie Lass Sie mir ins Einziehen und hab quasi meine Rendite.

00:25:08: sicher Das hat sich ja so'n bisschen verschoben.

00:25:11: Helzburg.

00:25:11: Wie sehen sie das Thema bei den Städten?

00:25:14: Ja, ich hab noch einen Aspekt was ich sehe bei der Entwicklung von Industrie Flächen oder ehemaligen Industrieflächen, nehmen die Städte auch immer mehr Einfluss darauf was entwickelt wird.

00:25:30: Also in einem Fall haben wir die Situation dass die Stadt mit der von dem Industrieunternehmen geplanten Entwicklung nicht einverstanden ist und aufgrund der Nähe zu Innenstadt einfach sagt fünfzig Prozent oder einen Anteil von X muss Wohnbebauung sein Und insofern nehmen schon die Städte auch auf die Entwicklung bzw.

00:25:55: also auf die Planung solcher Flächen eher üblichen Einfluss.

00:25:59: Herr Buchholz, welchen Tipp würden Sie möglichen Mietern und Käufern von Brownfields geben?

00:26:07: Gibt es so eine Checkliste wo sie sagen würden, die Leute, die jetzt zuhören und vielleicht an der Unternehmensneueransiedlung denken da das Thema Brownfield bisher ein bisschen zur Seite geschoben haben und ein bisschen die Angst davor nehmen könnten

00:26:19: Nee, der Schäktisch hier gibt es nicht.

00:26:21: Man sollte aber bodenständig da drangehen, bodenständig ehrlich und transparent um sich das Marktumfeld genau angucken.

00:26:28: Und sollte ich hingehen und sagen... Also auch ein Beispiel aus der Vergangenheit.

00:26:34: Ich kaufe jetzt eine Fläche von dreihunderttausend Quadratmeter in einer NRW ansässigen Gemeinde und sage, ich mache da jetzt logisch nicht!

00:26:45: Weil ich will da jetzt Logistik machen, weil ich kriege mir im Logistikkrieg einen tollen Preis.

00:26:50: Wenn man kauft ja die Fläche und will Logistiken machen, rennt zur Stadt.

00:26:54: Und die Stadt zeigt den dann Vogel und sagt ne so wie der Erlzburg das gerade beschrieben hat, ne mach mal fünfzig Prozent Wohnen oder mach Gewerbeparks oder mach sonst irgendwas.

00:27:05: Das heißt also der wichtige Ansatz ist wirklich zu zeigen ah ich bin liquide Ich bin ein nachhaltiger Investor.

00:27:12: Ich meine, es gibt ja verschiedene Grundstücke.

00:27:14: Ich glaube die Glashütte ist ein Beispiel in Düsseldorf, ich weiß nicht wie viel mal befügt durch irgendwelche Entwicklergehände gegangen ist und jeder hat daran wieder partizipiert nur die Stadt nicht weil nicht gebaut wurde dass man wirklich ein nachhaltiges Konzept erarbeitet gemeinsam mit den Protagonisten welches dann auch umsetzbar ist.

00:27:33: damit muss man sich sehr offen und transparent mit der Liegenschaft auseinandersetzen und daraus ergeben sich dann die nächsten Schritte.

00:27:42: Die Checklist ist einfach zu sagen, jetzt guckt ihr das Ding mal vernünftig an und prüft den Markt was geht.

00:27:51: Und nicht nach dem Motto damit verdiene ich das meiste Geld und das will ich dann da umsetzen.

00:27:56: Das funktioniert so.

00:27:57: Ich habe letzte Woche eine Editorie geschrieben, da ging es um die Umwandlung von Büro in Wohnen.

00:28:01: Was ja auch gerade heißt diskutiert wird und das gab ja auch grad in der Dokumfernsehen dazu.

00:28:05: ich hab sehr viele Leserbriefe dazubekommen, die mich bestätigt haben aber gleichzeitig gesagt haben nicht wir in der Branche sind die Verhinderer von Entwicklung Industrieflächen zu wohnen, Quartieren beispielsweise.

00:28:17: Sondern die Verhinderer sitzen oftmals in den Städten und Kommunen weil sie sich mit dem Thema nicht beschäftigen können und weil die einfach langsam reagieren.

00:28:24: jetzt will ich kein Bashing machen aber würden Sie sagen da verändert sich aber auch viel in den Kommunen und in den Gemeinden die dem Thema Brownfield Entwicklung immer aufgeschlossen werden und auch verstehen dass es oftmals auch eine zeitliche Dimension hat.

00:28:36: Also ich glaube zunächst, dass man muss man glaube ich Verständnis haben für verschiedene Dinge Strukturen und Themen die eben über lange Jahrzehnte hinweg gewachsen sind in den kommunalen Struktulen.

00:28:49: In Unternehmensstrukturen wie aber auch in vielen anderen Dingen Und die kriegt man nicht von heute auf morgen eben gedreht an der Stelle.

00:28:55: Das ist natürlich jetzt eine Phase klar wo man all diese Themen hat wo man sagt okay die reagieren eben entsprechend nicht oder sind so langsam.

00:29:02: das ist ein Prozess der Veränderung, der Transformation und dieser Strukturen brauchen dann eben auch ihre Zeit um darauf reagieren zu können.

00:29:11: Und man muss als Entwickler glaube ich davon nicht nachlassen das gemeinsam mit anzuschieben, um gemeinsam Erfolg zu haben.

00:29:18: Ich glaube wenn die Kommune oder wenn die Beteiligten dann eben sehen dass diese Dinge auch entsprechende Mehrwerte mit sich bringen Dann kann man da auch eine entsprechende Beschleunigung mit reinkriegen.

00:29:29: Aber grundsätzlich müssen wir gucken dort unterschiedliche Geschwindigkeiten gibt in der Veränderung, wie beim iPhone und Telefon.

00:29:37: Das ging mit dem iPhone plötzlich so rasant.

00:29:41: diese Veränderungen und alles andere ist eigentlich zurückgeblieben.

00:29:45: jetzt sind wir in der veränderung weil wir sagen wir brauchen jenes oder dieses an der stelle und da sind aber andere dinge die müssen damit was ja und dann muss man glaube ich auch einfach zeit geben auch wenn uns das weh tut irgendwie dass manchmal nicht verstehen.

00:30:00: Das ist aber so, weil wenn ich da jetzt drauf haue und sage, dann erreiche ich eigentlich eher genau das Gegenteil.

00:30:07: Ich muss die Leute mitnehmen, überzeugen von der Idee.

00:30:09: Ich sage immer, ich muss eine breite Basis finden.

00:30:12: Wenn ich sie habe, haben wir auch gemeinsame Erfolg.

00:30:15: Herr Esberg, die breiten Basis könnte ja über Greenlight kommen?

00:30:18: Wie erleben Ihre Netzwerkteilnehmer diese ganze Diskussion um Wir-Branche wollen, aber die Verhinderer sitzen woanders?

00:30:29: Ja, zum Teil ist es noch so.

00:30:32: Und ich sehe es auch so je mehr jüngere Leute nachrücken.

00:30:39: Es ist so dass auch die Ängste wieder abnehmen und ich glaube auch dadurch, dass das dadurch mehr möglich ist.

00:30:50: In der Diskussion sieht man natürlich, dass sich schon eine ganze Menge bewegt hat Auch in den Städten, man sich dieser Themen annimmt und auch versucht dieses politisch umzusetzen.

00:31:09: Es ist noch nicht ganz einfach aber an vielen Punkten wird es einfacher und das sehen wir auch in den Diskussionen mit den Mitgliedsunternehmen und mit den Industrieunternehmen und den anderen Beratern.

00:31:23: Wirklich immer freuen wenn wir mal hingehen würden und würden mehr positiv kommunizieren, auch in der Öffentlichkeit als immer das negative im Vordergrund zu stellen.

00:31:32: Das ist eben auch eine Abart der Deutschen.

00:31:36: Immer wieder das Negative in die Presse reinzukloppen weil das sind die Dinge, die eben die Leute dann auch lesen.

00:31:43: Sondern wir müssen die Dinge mal im vordergrund stellen, die tatsächlich hier gut laufen und ich glaube davon haben wir auch ne ganze Menge insbesondere Mittelstand auch Und das sind ganz ganz wichtige Themen.

00:31:52: Wir müssen mal gucken dass wir eben wegkommen von dem immer alles negativ zu sehen.

00:31:57: Wir müssen gucken, dass wir unseren Beitrag dazu leisten die Dinge nach vorne zu bringen um positive Beiträge zu leisten.

00:32:02: Ja das sehe ich genauso.

00:32:05: Den hinterher habe ich verstanden Herr Bucher als er.

00:32:08: Das sehe ich genau so.

00:32:09: und soweit diese Flächen bieten einerseits Chancen andererseits natürlich auch Möglichkeit.

00:32:17: also wir beschäftigen uns mit dem Projekt Duisburger Lühn zum Beispiel der NERA Und trotz dieser über hundert Jahre Industriegeschichte gibt es sehr viele Möglichkeiten mit all den ganzen Restriktionen, mit dem ganzen Problem auf dieser Fläche umzugehen und wirtschaftlich umzugeben.

00:32:40: Das ist aus meiner Sicht für solche eine Fläche die natürlich in Duisburg-Zentral ist auch ein positiver Effekt, einen enorm positiven Effekt.

00:32:49: das muss man ja einfach sehen.

00:32:53: Man kann jetzt auch sagen, warum ist die Fläche nämlich schon entwickelt?

00:32:58: Ja ich sage Gott sei Dank.

00:33:01: Wir haben in den letzten fünf Jahren so viel geopolitische Verwerfung gehabt dass die Entwicklung wenn wir sie denn damals so gemacht hätten vielleicht auch heute gar nicht mehr richtig gewesen wäre.

00:33:12: also wir haben auch die Chance bekommen hier nochmal neue Ansätze zu wählen und bin ja auch von der privaten Wirtschaft in ein kommunales Umfeld gekommen.

00:33:23: Es ist eine große Herausforderung, aber es macht auch gleichzeitig sehr viel Spaß.

00:33:26: Weil man merkt, dass auf Seiten der kommunalen Beteiligten die sehen, dass wir sehr gute Arbeit machen und dadurch gewinnt man mit Wirkenden für die Projekte an der Stelle weil alle ein gemeinsames Ziel haben nämlich die Stadt durch die Grundstücke nach vorne zu bringen.

00:33:44: Das sind die kleinen Beiträge, die ich meine, die man in die Verfielfältigung kriegen muss um danach herrschließend erfolgreich zu sein.

00:33:52: Man muss sich auch mal überlegen.

00:33:54: Eins Komma zwei Millionen Quadratmeter Grundstück Fläche in Duisburg funktionieren sowieso nicht von jetzt auf gleich, ja?

00:34:00: Also das ist viel zu viel an Masse für den Markt.

00:34:03: also das heißt man braucht auch dort eine nach und nach herangehensweise was die Entwicklungen betrifft.

00:34:10: so Und das muss man aber den Leuten auch mal darstellen weil viele immer meinen Ja macht doch mal das Ding letztendlich fertig alles nach und Nach Weil.

00:34:19: wir müssen immer den markt in der Beobachtung kriegen.

00:34:22: Ich kenne viele Städte, auch die viele B-Pläne haben.

00:34:25: Die alle das gleiche beinhalten gar nicht dem Markt entsprechend und genauso entsprechend wenig funktionieren weil man die Dinge nicht beachtet hat.

00:34:32: Weil man eben nur in einer Schnellphase gesagt hat wir müssen das lassen das machen.

00:34:37: Nein wir müssen mal ein bisschen länger denken!

00:34:38: Nicht nur von heute auf morgen sondern brauchen den längerfristigen Ansatz und nachhaltiges gutes arbeiten.

00:34:46: Von wem kommt der Druck?

00:34:47: ist es der Bevölkerungsdruck, der sie unter Druck setzt.

00:34:51: Sind das die Medien oder sind es die Entwickler?

00:34:55: Ich glaube der Druck kommt von allen Seiten an der Stelle.

00:34:57: man muss dem Druck eben auch aushalten können und man muss die Dinge vernünftig beschreiben und begründen um den Druck dann von sich nehmen zu können.

00:35:08: Ein wirtschaftlicher Druck.

00:35:10: Es ist ein Verwaltungsdruck, politischer Druck aber auch ein Unternehmensdruck den man natürlich selber hat weil man auch natürlich Geld verdienen muss als Gesellschaft an der Stelle.

00:35:20: Das sind viele Parameter die dazu führen dass aus der Erde mal irgendwann Kohle und dann einen Diamant wird.

00:35:27: Aber der Prozess dauert eben auch ein bisschen länger Und von daher muss man diesen Druck dann auch aushalten Weil es unendlich viel Stakeholder gibt in einem solchen Verfahren.

00:35:38: Der Nachbar, der sagt keine Ahnung.

00:35:40: Da finden wilde Party statt auf der Grünfläche und deswegen Druck machen in die Stadt hinein das dort aufgeräumt wird dass die Partys aufhören müssen Dann gibt es Abstandsthemen und viele andere Dinge.

00:35:55: also viele Parameter die Druck ausheben Und das ist dann eben irgendwann die Kunst da durch zu lavieren und dann zusammen okay und das ist jetzt das Ding Ist auch immer, wo man keine hundertprozent zur Friedenheit hinkriegt.

00:36:08: Aber wenn man achtzig oder siebzig Prozent hat muss man auch mal ein Deckel drauf machen weil es gibt nicht immer nur Gewinner bei solchen Projekten Es wird immer auch irgendwelche Verlierer geben in welcher Richtung auch immer.

00:36:21: Man muss aber auch Manns genug oder wie sagte der Oli Balkan?

00:36:25: Man muss auch Coronas dann haben und zu sagen das ist eben so Weil das ist die Entscheidung weiß ich ob das jetzt vom Gen an her richtig war.

00:36:35: Trotzdem vielleicht ist es auch ein Grund.

00:36:37: Man fährt jetzt ja in Duisburg zum Beispiel, wenn man mit der Bahn fährt immer an so einer brachliegenden Fläche vorbei die natürlich auch einen geschichtsträchtigen Hintergrund hat und auch einen traurigen Hintergründ.

00:36:45: aber dadurch entsteht natürlich wahrscheinlich in der Bevölkerung offenbar sehr Eindruck achte ich rings sowieso nicht hin da passiert hier sowieso nichts weil das der Prozess dahinter den Menschen überhaupt gar nicht klar ist.

00:36:56: Ja man muss aber auch dazu sagen zu der Fläche, die Sie gerade ansprechen am Güterbahnhof, also die ja früher Disburger und Freiaties.

00:37:07: Die heute die Disburger Dünen sind wurde das Quartier eins erfolgreich entwickelt?

00:37:12: Das ist immerhin eine Fläche von vierzigtausend Quadratmeter, die schon mal in die Entwicklung gebracht wurde.

00:37:18: Ja und jetzt um die andere Fläche muss jetzt einfach einen vernünftigen Zeitplan kommen und daran arbeiten wir und das kriegen auch hin.

00:37:29: Jetzt mal ganz ehrlich, es gibt auch Dinge die kann man nicht ändern.

00:37:32: Die sind so wie sie sind und damit muss man eben auch leben.

00:37:37: Ich betrat keine Vergangenheitsbewältigung da mache ich einen Haken hinter sondern ich gucke nach vorne und das nach vorn verantworte ich und dass nach hinten für den Teil wo ich da war natürlich auch aber ganz weit dahinten verantworte ich nicht an der Stelle dafür... Das ist eben nicht meine Motivation oder meine Motivaion ist eben das nach vorne um das entverlässlich darzustellen.

00:37:59: Jetzt habe ich für jeden noch drei Schnellfragen.

00:38:02: Und die aufgrund der Diskussion, die wir gerade geführt haben werde ich natürlich ins positive drehen.

00:38:08: Herr Buchholz an Sie geht die erste Frage was ist das größte Brownfield Potenzial in Deutschland?

00:38:14: Industriell genutzte Flächen?

00:38:16: Was würden sie sagen wo es die größte Chance dieser Flächen

00:38:20: In die Stadtentwicklung nachhaltig zu integrieren?

00:38:24: und was ist die wichtigste politische Maßnahme bei Brownfields

00:38:28: Gemeinsamkeit.

00:38:30: Okay, Herr Elsbruck!

00:38:31: Wo steht GreenEd beim Thema Brownfield in fünf Jahren?

00:38:34: Was glauben Sie spielt das für eine Rolle dann bei GreenEd?

00:38:37: Ich glaube, dass wir da mehr Diskussionen und mehr Veranstaltungen im Bereich durchführen.

00:38:44: Und welchen Beitrag kann das Netzwerk konkret bei Brownfields eigentlich leisten?

00:38:49: Menschen und Unternehmen zusammenzubringen um Informationen auszutauschen.

00:38:54: Welchen Tipp würden sie Unternehmen geben?

00:38:57: Welches Thema sollte dringend heute ganz oben auf die Agenda, wenn es um Koppelwillestead geht?

00:39:02: Sich frühzeitig über Standorte Gedanken zu machen, die nicht mehr benötigt werden damit sie einer neuen Nutzung zugeführt werden können.

00:39:12: Und bei Fragen auf Herrn Buchholz zugehen.

00:39:16: Sehr gut!

00:39:18: Meine letzte Frage dich immer stille was wünschen Sie sich von Politik und Immobilien im Branche Herr Buchholze?

00:39:23: Das, was ich gerade als Schlussmerkung gemacht hatte, einfach eine gewisse Gemeinsamkeit über den Tellerrand hinausgehen.

00:39:31: eigene Themen vielleicht auch mal zurückzustellen und im Sinne des Ganzen zu entscheiden.

00:39:37: Und auf diesem Thema nur weil eine bestimmte Partei jetzt auch für dieses Thema ist, dann sollte man sich trotzdem dazu entscheiden, auch dieses Thema und es eben nicht zu machen, nur weil die Partei dafür ist.

00:39:51: Sondern wir brauchen eine Gemeinsamkeit, Dinge, die sinnvoll sind, die müssen wir tun.

00:39:55: Punkt!

00:39:57: Und von der Branche

00:39:58: wünschen Sie sich also mehr Geduld?

00:39:59: Habe ich so ein bisschen rausgehört...

00:40:02: Nee das was hier gerade ansprachen ist, ich glaube die Branche versteht die Themen tatsächlich an einer oder anderen Stelle.

00:40:08: Ich glaube das Thema Umfeld und Geduld Aber auch das kriegt man im Gegriff, wenn man dann ausreichend Zeit bekommt für eine vernünftige Aufarbeitung der Themen und dann auch eine transparente Darstellung der Zeitpläne, wir müssen transparenter kommunizieren.

00:40:25: Und damit machen wir uns natürlich auch messbar.

00:40:27: aber wenn das vernünftig ist, dann bin ich immer gerne bereit mich auch messper zu machen und da brauche ich auch keine Geduld weil dann verstehen die Leute ja auf warum was dann wie umgesetzt wird.

00:40:37: also Thema Geduld jetzt gerade am Anfang bei der Neuaufstellung zum Beispiel der Merer Ja Da brauche ich ein bisschen Geduld.

00:40:46: Aber dann, wenn wir unsere Hausaufgaben gemacht haben, sind wir auch gerne bereit uns daran messen zu lassen und dann, glaube ich, richt man das gut hin?

00:40:55: Ich glaube es kann nur authentisch wirken ja der Kopf ist rund damit dass denken die Richtung erinnern

00:40:59: kann.

00:40:59: so heißt

00:40:59: das so schön.

00:41:00: Herr

00:41:02: Ellsburg was sind Ihre Wünsche?

00:41:04: Ja Gemeinsamkeit auf jeden Fall Dass viele Leute an einem Strang ziehen wenn man so dann und wann die Richtung wechseln muss.

00:41:15: Und für mich steht auch die Kommunikation ganz oben, damit die Menschen verstehen warum solch eine Fläche wie am Duisburger Hauptbahnhof so lange erst mal brach liegt und was es bedeutet, solch wieder in einer wirtschaftlich sinnvolle und gesellschaftlich sinnvolle Nutzung zu

00:41:40: bringen.".

00:41:41: Meine Herren,

00:41:41: vielen Dank für ihre Zeit und vielen dank für den offenen Austausch.

00:41:44: Ja klar, sehr gerne!

00:41:48: Das war sie unsere Specialfolge des Immobilienmanager Podcasts zusammen mit Creenet.

00:41:53: Vielen Dank meine Herren dass Sie meine Gäste waren und wenn Sie Lust haben noch weitere Folgen zu hören können Sie das natürlich auf allen gängigen Podcastplattformen oder auf www.immobilien-Manager.de.

00:42:02: Ich freue mich wenn Sie uns einen Like da lassen ein Kommentar oder das ganze vielleicht auch mit Ihren

00:42:07: Kolleginnen und Kollegen

00:42:08: teilen.

00:42:09: Vielen dank fürs Zuhören und bis bald.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.